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Autorin Maria Zsolnay testete den Jaguar F-Pace S in edlem Rhodium Silver.

Jaguar F-Pace

Raubkatze im neuen Revier

Jetzt also auch Jaguar. Quasi als letzte der Premiummarken sind die Engländer seit wenigen Wochen mit ihrer Katze ins SUV-Geschäft eingestiegen: F-Pace heißt ihr Modell.

Der Jaguar F-Pace steht in direkter Konkurrenz zu BMW X3, Audi Q 5 oder Mercedes GLC. Neue Kunden wolle man mit dem „Performance Crossover an die Marke heranführen“, erklärt Sprecherin Andrea Leitner-Garnell. Vor allem Frauen seien ein wachsendes Klientel – ein Grund für unsere Gesellschaftskolumnistin, das als neues Statussymbol beworbene Modell zu testen.

Jaguar F-Pace - praktisch oder protzig?

Das Touchscreen-Display ist zehn Zoll groß.

Die Sonderedition, die sogenannte First Edition mit Achtgang-Automatik, 380 PS und natürlich Allrad für knappe 85 000 Euro ist bereits ausverkauft. Für die drei anderen Varianten – Pur, Prestige und Top – haben sich bereits über 1000 deutsche Kunden entschieden. Ungesehen wohlgemerkt. Warum? Weil die Kombination aus „ziemlich praktisch“ und „ein wenig protzig“ viele Anhänger findet. F-Pace-Kunden, so Leitner-Garnell, kommen aus einem aktiven, gehobenen Umfeld, die Kinder oder Carbonräder angemessen transportieren wollen. Platz dafür ist genug: 650 Liter groß ist der Kofferraum, in dem auch ein sogenannter Activity-Key liegt.

Das wasserdichte Plastikarmband, locker ums Handgelenk gebunden, ersetzt den Schlüssel und stört nicht beim Joggen. Hält man den Key ans J des Schriftzugs, ist die Katze wieder einsatzbereit. Cooles Gimmick.

Auch innen gibt’s die zu erwartende, hochwertige Ausstattung – allerdings hat man bei den Lautsprechern und an den Tür­innenseiten mehr Plastik als Leder verarbeitet, was der Schönheit ein wenig Abbruch tut. In der Mitte: das wirklich praktische, zehn Zoll große Touchscreen-Display, natürlich mit möglicher Verbindung zum Smartphone oder der Apple Watch.

So fährt sich der Jaguar F-Pace

Im Praxistest auf der Autobahn ausprobiert – das teilautonome Fahren: Fuß vom Gas, Tacho auf 100 Stundenkilometer eingestellt und los geht’s. Die Katze misst den Abstand zum Vordermann, bremst und beschleunigt nicht nur rechtzeitig, sondern sanft und gefühlvoll. Großer Fahrgenuss. Allerdings: Nicht jede der – zugegeben häufig wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Österreichs Autobahnen – erkennt der F-Pace gleich. Damit lässt er sich ein wenig Zeit, was unter Umständen teuer werden kann.

Dann geht’s rauf auf den Berg: Sportlich und knackig nimmt der F-Pace die Kurven hinauf zum Gerlospass. Wer hier flott unterwegs ist, muss sich natürlich nicht über einen strammen Spritverbrauch wundern. Knappe 15 Liter sind es dann. Günstiger geht’s mit dem Diesel, der 300 PS und natürlich ebenso Allrad hat.

Unser Fazit

Der Jaguar F-Pace macht tierischen Spaß, macht viel her und schafft in seinem Kofferraum viel weg. Für sportliche Städter, die gern einen stilvollen Landausflug planen, perfekt. Zu haben ab 42 390 Euro.

Maria Zsolnay

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