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Unser Autor Hans Moritz testet den Ford Edge.

Erster Eindruck vom Klettermax

Ford Edge: Gipfel im Blick

Modeerscheinungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie eines Tages vergehen und durch neue Trends ersetzt werden. Bei geländegängigen Fahrzeugen scheint diese Regel nicht zu greifen.

Für die SUVs gilt nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Bestellbüchern: Es kann gar nicht lange und steil genug bergauf gehen.

Ford bringt im Juni den nächsten Klettermax an den Start: Die Erfolgswelle des Ford Edge, 2007 in den USA eingeführt und dort bereits in der zweiten Generation unterwegs, ist so groß, dass sie nun auf den europäischen Markt schwappt. Nach dem EcoSport und dem populären Ford Kuga ist der Edge der dritte und größte Spross in der SUV-Flotte.

Große Erwartungen an den Ford Edge

In ihn werden hohe Erwartungen gesetzt, soll er doch in der gleichen Liga fahren wie der VW Touareg, der BMW X5 oder der Audi Q7. Ob der Edge das kann, haben wir bei ersten Fahrten in der Praxis getestet. Um es schon vorab auf den Punkt zu bringen: Mit dem Edge gelingt es Ford, nach dem Mondeo ein zweites Modell auf den Markt zu bringen, mit dem man die Premiumklasse ärgern kann. Luxus wird hier leistbar: Der Edge startet preislich bei 42.900 Euro.

Ford Edge Optik

Optisch ist der Ford ein echter Hingucker. Auf den ersten Blick erinnert er an keinen Geringeren als den aktuellen Land Rover. Auffällig sind der große Kühlergrill, die Längsstege in der Motorhaube und das stark strukturierte Heck, bei dem nicht nur die zwei mächtigen Auspuffrohre, sondern auch die Rückleuchten quer über die gesamte Breite auffallen. Störend wirkt nur das nicht gerade wertvoll anmutende Plastik an den Schwellern sowie an den Stoßfängern.

Das aufgeräumte Ford-Cockpit mit dem großen Touchscreen.

Wer die aktuelle Ford-Familie kennt, wird sich im Inneren sofort auskennen und wohlfühlen. Den breiten Touchscreen in der Mitte, flankiert von den beiden senkrecht gestellten Lüftungsdüsen, findet man in den meisten Modellen. Beim Edge ist die Mittelkonsole allerdings noch aufgeräumter. Die Zahl der Hebel und Schalter ist auf unter ein Dutzend gesunken. Die neuen Kommandozentralen sind der Screen und das Lenkrad. Die Sessel sind hochprofessionell verarbeitet und bequem – eine klare Ansage für Vielfahrer und all jene, die sich nur abseits der Straße wohlfühlen.

Motoren im Ford Edge

Ein Blick unter die Haube: Den Edge gibt es in Europa mit zwei Zwei-Liter-Hubraum-Diesel-Triebwerken. Das eine, ein TDCi-Turbodiesel, hat 180 PS und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde. Das andere ist ein Bi-Turbo-Diesel mit 210 PS und 211 km/h in der Spitze.

Ford Edge: Sämtliche Designelemente sind auf Breite und Stärke ausgelegt.

Bei den Testfahrten ist uns aufgefallen, dass der Edge diese Muskelpakete tatsächlich nötig hat, um auf Touren zu kommen. Die Kraft braucht er dabei eher im Gelände als zum Tempomachen auf der langen Geraden. Von null auf 100 km/h geht es in 9,9 beziehungsweise 9,4 Sekunden. Mit einem kombinierten Spritverbrauch von 5,8 bis 5,9 Litern auf 100 Kilometer ist der neue Ford dabei verblüffend sparsam.

Apropos offroad: Der Edge ist ein Auto, auf dem nicht nur SUV draufsteht, sondern auf den man sich auch in wilder Natur verlassen kann. Im Praxistest hat er auf Matsch und weichem Waldboden eine richtig gute Figur abgegeben.

Im Juni kommt der Edge in drei Ausstattungsvarianten zu uns: Trend, Titanium und Sport. Und wer fragt, warum der SUV-Markt keine Obergrenze kennt, der findet im Edge eine wirklich schöne und starke Antwort.

Hans Moritz

Der Anspruchsvolle: Ford Edge

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