+
Der Führerschein hat im Laufe der Jahre sein Aussehen verändert: erst grau, dann rosa und nun rosa-grün. 

Abschied vom mausgrauen Lappen

Keine Angst vor dem neuen EU-Führerschein

Wer noch einen alten Führerschein besitzt, der möchte ihn kaum hergeben: Der graue Lappen hat mittlerweile Kultstatus. Doch seine Tage sind gezählt. Zeit, sich mit dem EU-Führerschein vertraut zu machen.

Der neue EU-Führerschein im Scheckkartenformat löst alle alten Versionen ab: den seit mehr als 50 Jahren beliebten mausgrauen Lappen und den seit 1986 verteilten rosa Führerschein.

Bis zum Jahr 2033 sollten diese beiden farbigen Führerscheine aus strapazierfähigen Papier noch gültig sein. Nun scheint es, dass aus organisatorischen Gründen beiden Exemplare schon viel früher das Aus droht.

Seit dem 19. Januar 2013 ist nämlich in Deutschland die 3. EU-Führerscheinrichtlinie in Kraft. Sie besagt, dass hierzulande alle Führerscheindokument ab diesem Zeitpunkt auf 15 Jahre befristet sind.

Die geplante Erneuerungspflicht im 15-Jahres-Takt ist umstritten. Experten halten sie aber für sinnvoll, zumal sich ältere Dokumente per Farbkopierer leicht fälschen ließen. Die neuen Dokumente mit aktuellen Passfotos würden das verhindern.  

Datum

Versionen der Führerscheindokumente

grauer Führerschein - auch Lappen genannt

1986

rosa Führerschein

1999

rosa-grüne Plastikkarte

19. Januar 2013

3. EU-Führerscheinrichtlinie tritt in Kraft:

Führerscheindokument ist auf 15 Jahre befristet

Die neue Regelungen gelten für alle Führerscheine, die nach dem 19.1.2013 ausgestellt werden.

- auch bei Ersatz bei Verlust

- oder Verlängerung der Fahrerlaubnis unabhängig von der zugrundeliegenden Fahrerlaubnis.

19. Januar 2033

Alle unbefristeten Führerscheindokumente müssen bis 2033 umgetauscht werden.

Mit dem Umtausch sollte bislang keine ärztliche oder sonstige Untersuchung verbunden sein.

Seit der Führerscheinreform 1999 gilt auch in Deutschland das EU-weite Führerscheinrecht, das in die Fahrerlaubnisklassen A, B, C, D und E eingeteilt ist.

Mit einem Führerschein der Klasse B ist es nicht mehr zulässig, Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zu führen. 

Bei der Umschreibung von einem alten Führerschein auf einen neuen im EC-Scheckkartenformat ist das für die Fahrererlaubnisklassen von Bedeutung: Wer noch eine Fahrerlaubnis der Klasse 3 besitzt, ist berechtigt, Fahrzeuge der neuen Führerscheinklasse B, BE, C1 und C1E zu fahren. Das bedeutet, es ist erlaubt, damit Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen fahren, sowie Züge bis zu 12 Tonnen (samt Anhänger bis zu drei Achsen).

Ist die Klasse 3 vor dem 1. April 1980 ausgestellt, kommt zusätzlich noch die Klasse A1 (125er) dazu.

Die Besitzstandswahrung der alten Klasse 3 gilt aber nur bis zum 50. Lebensjahr. Geburtsjahrgänge 1966 und 1967 sollten das im Blick haben. Die sogenannten Babyboomer feiern dieses oder nächstes Jahr ihren 50. Geburtstag.

Fahrerlaubnissklassen

vor 1999

Fahrzeuge

Fahrerlaubnissklasse ab 2013

1

Leistungsunbeschränkte Krafträder

A

1a

Krafträder bis 25 kW, nicht mehr als 0,16 kW/kg

A2

1b

Krafträder bis 125 cm³, bis 11 kW

A1

2

Kfz über 7.500 kg Züge mit mehr als drei Achsen

C und CE

3

Der Pkw-Führerschein mit der neuen Klasse B erlaubt das Führen von kleineren Lkw bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. 

B

BE

C1

C1E

2,3

Je nach dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung in Kraftomnibussen

D

DE

D1

D1E

4

Zweirädrige Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor bis 50 cm³ / 50 km/h

AM

Wer seinen grauen oder rosafarbenen Führerschein aus der Jugendzeit gegen ein neues befristete Dokument umtauschen möchte, kann das gegen eine Gebühr tun. Mit vier bis sechs Wochen Bearbeitungszeit ist allerdings zu rechnen. 

ml

Der total verrückte Straßenverkehr in Deutschland

Der total verrückte Straßenverkehr in Deutschland

Raubkatze unter Strom 

Raubkatze unter Strom 

Landluft macht groß! Der neue Mini Countryman

Landluft macht groß! Der neue Mini Countryman

Kommentare