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Bei Honda gibt es endlich wieder eine Africa Twin.

Honda Africa Twin

Die Legende kehrt zurück

Nach 13 langen Jahren gibt es bei Honda endlich wieder eine Africa Twin. Zur Saison 2016 wurde die Reiseenduro präsentiert, die mit der seligen 50-PS-Vorgängerin nur noch den Namen gemein hat.

Die Fernreisegemeinde hat offenbar sehnsüchtig darauf gewartet, denn die 2500 Exem­plare für den deutschen Markt sind bereits nahezu vollständig verkauft. Wir konnten nun die CRF 1000L Africa Twin ausgiebig on- und offroad Probe fahren. Und darüber hinaus auch die weiteren aktuellen Neuheiten des weltgrößten Zweiradproduzenten unter die Lupe nehmen.

Reiseenduro Africa twin

Freude am Fahren auf der Straße und auch auf der Offroad-Piste: Autor Volker Pfau hatte mit der neuen Honda CRF 1000L Africa Twin auf Anhieb viel Spaß.

Das Erbe ist schwer. 232 Kilogramm wiegt die CRF 1000L Africa Twin des Jahrgangs 2016. Ein ordentliches Gewicht für eine Reiseenduro, die auf allen Pisten gut fahrbar sein soll. Honda hat sich viel vorgenommen. Die Gewöhnung an die Neue dauert nur wenige Sekunden. Es ist, als ob man schon immer draufgesessen hätte. Die Elektronik zu verstehen, dauert ein bisserl länger, schließlich gibt es nun ABS und Traktionskontrolle (600 Euro Aufpreis), elektronisch einstellbare Fahrmodi und auch auf Wunsch (und gegen 1120 Euro Aufpreis) das Doppelkupplungsgetriebe DTC. Letzteres ist im Straßenbetrieb ein durchaus angenehmes Feature, zumal Honda, das als einziger Hersteller dieses elektronisch gesteuerte Schaltgetriebe baut, der neuen DTC-Generaton drei Sportstufen spendiert.

Die 95 PS des Zweizylinders reichen damit locker aus, um zügig voranzukommen und flott durch die Kurven zu wetzen. Im Normalbetrieb fährt sich die Africa Twin angenehm unaufgeregt, und man mag sich durchaus lange Etappen vorstellen.

Die entspannte Sitzposition sowie der knapp 19 Liter fassende Tank und ein Verbrauch, der sich um rund fünf Liter auf 100 Kilometer einpendelt, schaffen die dafür nötigen Voraussetzungen. Überraschend viele Punkte sammelt die CRF 1000L dann auch im Gelände. Honda hatte für die Präsentation extra ein Offroad-Zentrum angemietet. Und da kletterte die knapp fünf Zentner schwere (stollenbereifte) Enduro locker und lässig Steigungen rauf, meisterte Abfahrten, Schlammlöcher und schmale Pfade. Ihrem Anspruch, jede Piste zu meistern, dürfte die Africa Twin, die ab 12 100 Euro in der Preisliste steht, also locker gerecht werden.

Großroller Integra

Rollerflaggschiff von Honda.

Im Zuge einer Modellevolution bekam das Rollerflaggschiff von Honda für die neue Saison ein Update verpasst. Dazu gehören unter anderem LED-Lichter, das nun auf drei Sportstufen erweiterte Doppelkupplungsgetriebe DCT sowie ein neues Fahrwerk. Der 55 PS starke Zweizylinder bringt den 238 Kilogramm schweren Scooter ordentlich auf Trab, die Bremsen verlangen einen festen Zugriff. Den Integra gibt es für 9305 Euro.

Sportler CBR 500 R

Sportler CBR 500 R.

Dank Baukastensystem hat Honda mit der CBR 500 R auch einen Sportler für die 48-PS-Einsteigerklasse im Angebot. Sie macht nicht nur optisch was her (u.a. LED-Scheinwerfer), sondern bietet schon eine Menge Fahrspaß und dank vorderradorientierter Sitzposition sogar ein bisserl Sportlergefühle. Fleißiges Schalten sorgt für relativ flottes Vorankommen. Die Bremsen sind fein, der Tank groß (16,7 Liter), und mit 6550 Euro ist der Preis angemessen.

Allrounder CB 500 F

Honda CB 500 F.

Technisch ordentlich renoviert und optisch flott gemacht, geht der Halbliter-Allrounder ins neue Modelljahr. Die CB 500 F ist klein, leicht (190 Kilogramm) und sehr handlich. Die 48 PS des Zweizylinders reichen, um viel Spaß zu haben. Zwar muss man fleißig schalten, wenn es etwas zügiger vorangehen soll, aber die sechs Gänge flutschen locker rauf und runter. Das Fahrvergnügen, das nicht nur Einsteiger haben werden, kostet 5990 Euro.

Volker Pfau

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