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Optisch ein Dynamiker: der Kia Optima Sportswagon in GT-Line.

Hybrid und Kombi

Kia: Optima breit aufgestellt

Seit Januar ist der neue Kia Optima hierzulande als Limousine erhältlich. Jetzt haben die Koreaner die Kombivariante Sportswagon und einen Plug-in-Hybriden vorgestellt.

Der Kia Optima Sportswagon und der Kia Optima Plug-in-Hybrid stehen ab 24. September beim Händler. Wir hatten Gelegenheit, uns beide Neuerungen näher anzuschauen.

Beginnen wir mit dem Sportswagon: Das sogenannte D-Segment ist stark umkämpft, es gilt gegen Mitbewerber wie VW Passat, Mazda 6, Skoda Superb oder Peugeot 508 anzutreten. Erstmals treten die Koreaner hier nun auch mit einem Kombi an, wichtig für den deutschen Markt, wo sich 90 Prozent der Kunden für diese Karosserievariante entscheiden. 

Kia Optima Sportswagon

Der 4,86 Meter lange und 1,86 Meter breite Kia Optima kann optisch schon mal gut mithalten. Vor allem, wenn die Wahl auf die sportliche GT-Line mit grimmigerem Sportstoßfänger, dicken Lufteinlässen, Heckdiffuser und Doppelaus­puff fällt. Den gibt es ausschließlich mit dem 2,0 T-GDI mit 245 PS. Volumenmotor, also der meistgeorderte Motor, soll aber der 1,7-Liter-Turbodiesel werden. Seine 141 PS sind in Ordnung, mehr aber leider auch nicht. Mit der verordneten Behäbigkeit versöhnt immerhin der angezeigte Verbrauch: Die 4,3 Liter Norm übertrafen wir mit knapp einem Liter.

Das Cockpit: Unaufgeregt und durchaus hochwertig. Die vielen Knöpfe und Hebel sind Geschmackssache.

Davon abgesehen bietet der Sportswagon mit 2,82 Meter Radstand reichlich Platz und einen Stauraum von 552 Liter, erweiterbar auf 1 686. Innen geht es schnörkellos, aber hochwertig zu. Das Navi – und das ist kein Standard – ist serienmäßig an Bord. Stolz sind die Koreaner auf ihre Rundumsichtkamera, den autonomen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung und die sensorgesteuerte Heckklappe. Preislich geht es für den Sportswagon bei 25.990 Euro los.

Kia Optima Plug-in-Hybrid

Interessant wird es im Kia Optima Plug-in-Hybrid. Da ist es wieder, dieses innere Fragezeichen: Ist der Motor schon an? Ist er. Wir rollen im neuen Kia Optima Plug-in-Hybrid los und hören nur die Abrollgeräusche der Reifen. Schön, wirklich, aber was kommt dann?

Der Kia Optima Plug-in-Hybrid: Ab Sommer 2017 soll es ihn dann auch als Kombi geben.

Schauen wir zunächst auf das Datenblatt: Unter der Motorhaube sitzt ein zwei Liter großer Vierzylinder-Sauger mit 156 PS. Unterstützt wird er von einem Elektromotor mit 68 PS. Die Systemleistung beträgt 205 PS. Gut, aber: Die Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 9,8 Kilowattstunden ist leider im Kofferraum untergebracht und verkleinert dessen Volumen von 510 Litern empfindlich auf 307. Hier ist Abhilfe in Sicht: Gibt es den Plug-in-Optima bislang nur als Limousine, soll bis Mitte 2017 der Kombi folgen. Das Laden der Batterie soll übrigens an der normalen Haushaltssteckdose zwischen vier und fünf Stunden betragen.

So fährt sich das Hybrid-Flaggschiff von Kia

Kia Optima Plug-in-Hybrid.

Und was ist nun mit dem Fahrgefühl? Ein Genuss, der überrascht. Wir summen quasi im Elektromodus aus der Stadt – bis zu 54 Kilometer sollen drin sein bei maximal 120 km/h. Weil wir außerhalb der Stadt doch aufs Gas treten, schaltet sich hörbar, aber verträglich der Verbrenner dazu. Und die Beschleunigung der 1,8 Tonnen schweren Limousine über die Sechsgang-Automatik beeindruckt. Aus dem Stand soll es der Optima in 9,4 Sekunden von null auf 100 km/h schaffen, Schluss ist bei 192 km/h. Am besten lässt es sich mit dem Hybriden aber einfach dahingleiten. Einzig die etwas fahrige Lenkung irritiert. Und so passt am Ende auch der Verbrauch. 1,7 Liter Norm stehen im Datenblatt, uns zeigt der Bordcomputer 3,2 Liter an. Ab 40.490 Euro.

K. Basaran

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