Studie

Herzerkrankungen: Größeres Risiko für kleine Menschen

Leicester - Kleinere Menschen haben ein erhöhtes Risiko, an den Herzkranzgefäßen zu erkranken. Das ergab eine Studie der Universität Leicester.

Das Team um Professor Nilesh Samani untersuchte die DNA von rund 200.000 Europäern. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass es eine genetische Verbindung gibt zwischen einer geringen Körpergröße und dem Risiko für Koronare Herzerkrankungen. Demnach erhöht sich pro 6,5 Zentimeter geringerer Körpergröße das Erkrankungsrisiko um 13,5 Prozent. Die Forscher hatten die Größe der Menschen aus deren Genen abgeleitet.

Diese Studie, die die Forscher im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten, solle Menschen mit geringerer Körpergröße aber nicht übermäßig sorgen, meint Professor Peter Weissberg, Medizinischer Direktor der Britischen Herzstiftung, die die Studie teilweise mitfinanzierte. In der Pressemitteilung der Universität Leicester weist er darauf hin, dass die Gene nur einer von vielen Faktoren seien.

Erkrankungen der Herzkranzgefäße sind eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Sie können unter anderem den plötzlichen Herztod verursachen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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