Am Landgericht Heidelberg 

Landgericht Heidelberg

Bande von Spielhallen-Einbrechern verurteilt

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Heidelberg-Weststadt – Im spannenden Prozess gegen fünf Männer, die zwischen Juni und Oktober 2014 in mehrere Spielhallen der Region eingebrochen waren, fiel am Donnerstag das Urteil.

Sie waren teilweise mehrfach in Spielhallen in Ludwigshafen, Wiesloch, St. Leon-Rot, Kaiserslautern und Stockstadt eingebrochen. Sie erbeuteten insgesamt 170.000 Euro. Nun wurden die Bandenmitglieder am Landgericht Heidelberg allesamt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Nicolae-Marian D., Catalin P. und Ion D. „spätestens im Juni 2014 den Entschluss gefasst haben, sich durch Einbrüche in Spielkasinos eine regelmäßige Einnahmequelle zu verschaffen“, sagte Richter Gramlich. Nicolae-Cristian P. und Paul Daniel S. hätten sich im September der Bande angeschlossen, um an weiteren Taten teilzunehmen, so das Gericht. 

Das Gericht bezeichnete die fünf Männer als „‚reisende Täter‘, die einzig nach Deutschland eingereist waren, um Straftaten zu begehen.“ 

Schwerer Bandendiebstahl in mehreren Fällen

Zur Bemessung der Strafen erklärte Richter Edgar Gramlich, dass das Gericht „alle Täter als Bandenmitglieder gewertet hat, die mindestens in einem Fall an einem schweren Bandendiebstahl beteiligt waren. Bei den Taten handelte es sich um professionell vorbereitete Einbrüche, bei denen die Täter hohe Beute erzielen wollten und einen beträchtlichen Sachschaden billigend in Kauf nahmen.“ 

Nicolae-Marian D. wurde wegen schwerem Bandendiebstahl in fünf Fällen, versuchtem schweren Bandendiebstahl in zwei Fällen, Sachbeschädigung und Verabredung zu schwerem Bandendiebstahl zu vier Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Bei ihm sah das Gericht eine „eher bestimmende Funktion innerhalb der Bande“. 

Catalin P. muss wegen schwerem Bandendiebstahl in fünf Fällen, versuchtem schweren Bandendiebstahl in zwei Fällen, Sachbeschädigung und Verabredung zu schwerem Bandendiebstahl für vier Jahre und vier Monate ins Gefängnis. 

Wegen schwerem Bandendiebstahl in drei Fällen, versuchtem schweren Bandendiebstahl in vier Fällen, Sachbeschädigung und Verabredung zum schweren Bandendiebstahl wurde Ion D. zu drei Jahre und sieben Monaten verurteilt. 

Nicolae-Cristian P. und Paul Daniel S. waren an einem vollendeten schweren Bandendiebstahl beteiligt. Sie wurden jeweils zu zwei Jahren Haft verurteilt. Gegen eine Bewährungsstrafe für die beiden haben einerseits die Vorstrafen der Männer in Italien und andererseits die Tatsache gesprochen, dass sich beide „schnell in einem schwerkriminellen Milieu eingefunden hatten“.

+++ Hintergrund +++

Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, sich „spätestens im Juni 2014 zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um durch die fortgesetzte Begehung von Einbrüchen gewerbsmäßig den Lebensunterhalt zu bestreiten.“

Bei den Einbrüchen in Spielhallen in Wiesloch, Ludwigshafen, St. Leon-Rot, Kaiserslautern und Stockstadt hatten die fünf Männer rund 170.000 Euro erbeutetund einen Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro verursacht. Im Vorfeld der Taten hatten die Angeklagten die Objekte ausspioniert und Bewegungsmelder mit Sprühkleber übersprüht. Für die Einbrüche verwendete die Bande unter anderen Instrumenten eine Spitzhacke, ein Stemmeisen und einen Metallschneider.

Die Einbruchserie fand in Stockstadt ihr Ende. Nachdem die Bande eine Spielhalle ausgekundschaftet hatte und zur Tat schreiten wollte, schnappten die Ermittler zu.

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rmx

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