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Rund 135.000 Knöllchen wurden letztes Jahr in Heidelberg verteilt.

Bericht des GVD

Rund zwei Millionen Euro durch Knöllchen und Blitzer 

Heidelberg - Welcher Autofahrer kennt das nicht? Zum Parken stellt man sich schnell in den Anwohnerparkbereich. Bei der Rückkehr ‚begrüßt‘ einen oft ein Zettel am Scheibenwischer.

In Heidelberg werden täglich rund 370 Strafzettel wegen Falschparkens geschrieben.

Das geht aus einem Bericht hervor, der im Gemeinderat vorgestellt wurde. Demnach hat der Gemeindevollzugsdienst (GVD) im Jahr 2015 in Heidelberg rund 135.000 Knöllchen verteilt, 32.600 davon allein in der Altstadt. Falschparker spülten somit rund 1,4 Millionen Euro in die Stadtkassen. 

Etwa 290 Mal ließen der GVD Autos abschleppen. Auch hier bildete die Altstadt den Schwerpunkt: 207 Fahrzeuge (71 Prozent) mussten aus der Altstadt abgeschleppt werden.

Fast jedes zehnte Auto zu schnell

Der GVD führt im Stadtgebiet auch Geschwindigkeitsmessungen durch – etwa 1.100 in 2015. Dabei wurden 455.000 Fahrzeuge kontrolliert. Bilanz: 33.400  Fahrer (7 Prozent aller kontrollierter Fahrer) waren zu schnell unterwegs.

Die Hälfte der 94 Messstellen befindet sich im Umkreis von Schulen und Kitas. Dort wurden bei den Kontrollen 560 Fahrzeuge gemessen – 56 (10 Prozent) waren schneller als die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit!

Insgesamt fielen etwa 615.000 Euro an Bußgeldern wegen überhöhter Geschwindigkeit an.

2014 beliefen sich die Verwarn- und Bußgelder im ruhenden Verkehr auf rund 1,6 Millionen Euro und im fließenden Verkehr auf etwa 500.000 Euro.

Aufgaben des GVD

21 Mitarbeiter der Abteilung Verkehrsüberwachung des GVD kontrollieren den ruhenden und fließenden Verkehr. Der GVD führt mobile Geschwindigkeitskontrollen durch, verteilt Strafzettel oder lässt Fahrzeuge abschleppen, die den Verkehr behindern. Dabei bringt der GVD zwei „Blitzbusse“, ein Fahrzeug mit Videoüberwachungskamera und zwei weitere normale Fahrzeuge zum Einsatz.

Besonderes Augenmerk liegt auf zentrumsnahen Stadtgebieten, in denen durch hohes Verkehrsaufkommen ein höheres Gefahrenpotential besteht. In der Altstadt, in der überdurchschnittlich viele Radler und Fußgänger unterwegs sind, führt der GVD halbjährig Schwerpunktaktionen durch, in denen alle Mitarbeiter eine Woche lang nur diesen Stadtteil kontrollieren. Dabei wurden vergangenes Jahr 2.300 Falschparker verwarnt und 122 Fahrzeuge abgeschleppt.

Neues Messgerät geplant

Ein neues Geschwindigkeitsmessgerät soll es in Zukunft ermöglichen, auch in Straßen zu blitzen, in denen bislang nicht gemessen werden konnte. Das Gerät (Kosten: rund 70.000 Euro) soll auch ohne Messfahrzeug in unmittelbarer Nähe auskommen und benötigt nur zehn Meter Abstand zum Messobjekt. Der Gemeinderat muss der Anschaffung des Geräts im Rahmen des nächsten Doppelhaushalts noch zustimmen. 

Dann soll der Gemeinderat auch der Aufstockung des GVD um vier weitere Mitarbeiter zustimmen. Um die wachsenden Aufgaben (Bahnstadt, Parkraumbewirtschaftung) zu bewältigen, werden die Mitarbeiter bis dahin zunächst befristet eingestellt.

rmx

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