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Heidelberger Astronomen entdecken seltenen Planeten. (Symbolfoto)

Astronomische Sensation

Heidelberger Forscher entdecken seltenen Planeten!

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Heidelberg – Zwei Forschergruppen machen eine neue astronomische Entdeckung: Der Planet Kepler-432b hat die sechsfache Masse des Jupiters! Doch seine 'Tage sind gezählt'.

Astro-Sensation durch zwei unabhängige Heidelberger Forschergruppen...

Die Experten entdeckten Kepler-432b – einen Planeten mit der sechsfachen Masse des Jupiters, dem größten Planeten unseres Sonnensystems. 

Die Teams um Mauricio Ortiz vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) und Simona Ciceri vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg haben für ihre Datengewinnung das 2,2-Meter-Teleskop der Calar-Alto-Sternwarte im spanischen Andalusien genutzt. 

Die Wissenschaftler von der Landessternwarte haben Kepler-432b zudem mit dem „Nordic Optical Telescope“ auf der Kanarischen Insel La Palma beobachtet.

Kepler-432b bewegt sich auf einer kleinen, sehr langgezogenen Umlaufbahn um einen riesigen Stern.

Die meisten bekannten Planeten, die sich um Riesensterne bewegen, haben große, kreisförmige Umlaufbahnen“, erklärt Dr. Davide Gandolfi von der Landessternwarte Königstuhl, die ein Teilinstitut des ZAH ist. Der Stern, um den Kepler-432b kreist, hat aber schon den größten Teil seines nuklearen Brennstoffs verbraucht und wird zu einem „Roten Riesen“ expandieren.

Die Tage von Kepler-432b sind allerdings gezählt“, so Mauricio Ortiz, der als Promotionsstudent an der Uni Heidelberg eine der beiden Untersuchungen zu diesem Planeten geleitet hat. In weniger als 200 Millionen Jahren wird Kepler-432b von seinem Stern verschluckt. Bis dahin umkreist er ihn auf seiner Umlaufbahn, die ihn in manchen Phasen recht dicht an den Stern bringt.

Dadurch kommt es innerhalb von einem Planetenjahr, das 52 Erdtagen entspricht, zu extremen Temperaturunterschieden auf Kepler-432b: „Während der kalten Jahreszeit liegen die Temperaturen auf Kepler-432b bei rund 500 Grad Celsius. In der kurzen Sommerzeit können sie sogar auf etwa 1.000 Grad Celsius steigen“, so die Astronomin Dr. Sabine Reffert von der Landessternwarte Königstuhl.

Uni Heidelberg/tin

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