+
Die Polizei Heidelberg hat in diesem Jahr die eine oder andere ungewöhnliche Geschichte erlebt.

Best of Heidelberg

Die kuriosesten Polizeieinsätze des Jahres 2015

  • schließen

Heidelberg – Der etwas andere Jahresrückblick – Mit dabei: Giftigen Exoten, kiffende redselige Kinder, hartnäckige Pechsträhnen, neongrünes Wasser und gut ‚betankte‘ Männer: 

Giftige Bananenspinne an der Wand

Große Aufregung in der Altstadt: Am späten Mittwochabend entdeckt eine Frau in der Küche eine größere Spinne an der Wand. Sie ruft die Polizei:

Eine Bananenspinne sorgt in der Sandgasse für Aufregung.

Ihre Vermutung: Bei der drei bis vier Zentimeter großen Spinne könnte es sich um eine Bananenspinne handeln.

Ein Spinnen-Experte wird hinzugezogen. Er identifiziert das Tier zweifelsfrei als Bananenspinne. Diese Spinnenart kann giftig sein. Der Fachmann fängt die Spinne ein, verstaut sie in einem Transportbehälter und überführt das Tier ins Tropeninstitut in Landau.

Bus wird 24 Mal am Tag geblitzt

Zwar nicht direkt ein Polizeieinsatz, aber zu kurios um die Geschichte unerwähnt zu lassen: Der City-Bus ist wohl das meist „fotografierte“ Fahrzeug. Aber nicht, dass der Bus besonders schön wäre, für den Blitzer in der Schubertstraße in Epppelheim ist er einfach zu groß.

Schubertstraße: Blitzer fotografiert Bus 24 Mal täglich! 

Der Grund: Die Blitzsäule ist nicht nur dazu da, Temposünder in der 30er-Zone abzustrafen – sie soll auch das Durchfahren von Lastern über 3,5 Tonnen unterbinden. Wegen der Größe löst sie daher auch beim Vorbeifahren des Busses aus!

Zusätzliche Kosten entstünden dadurch nicht, versichert Hauptamtsleiter Reinhard Röckle. Die Fotos würden gar nicht erst ausgewertet – eine Geldstrafe müsse der Bus natürlich auch nicht zahlen!

Betrunkener fährt selbst zur Polizei

Gegen Mittag erscheint ein stark betrunkener Mann auf der Polizeiwache in der Heidelberger Innenstadt. Der 58-Jährige ist gekommen, um eine Aussage zu machen.

Dumm nur, dass er den Weg zur Dienststelle mit seinem Auto zurückgelegt hat – mit einem Alkoholwert von 1,92 Promille ist der Mann alles andere als fahrtauglich. Den Wagen muss der Alkoholsünder stehen lassen und auch der Führerschein bleibt direkt auf der Wache.

Ach du grüne Neune – „Neon“-Wasser im Stadtgarten 

Haben sich etwa Algen ausgebreitet? Nein – Algen sind das sicherlich nicht. Das Wasser ist klar, bis auf ein paar heruntergefallene Blätter und Kronenkorken findet sich nichts in dem Brunnen. Auch riecht es nicht nach Waldmeister-Sirup.

Ach du grüne Neune – „Neon“-Wasser im Stadtgarten

Die Stadt Heidelberg kann auf Nachfrage schließlich aufklären, was mit dem Brunnen-Wasser passiert ist: Offenbar hat eine unbekannte Person das Wasser in dem Brunnen gefärbt.

Um das wieder zu beseitigen, muss das Wasser abgelassen werden. Dann wird der Brunnen wieder mit frischem, klaren Wasser aufgefüllt. Abfallwirtschaft und Stadtreinigung sind im Einsatz.

Da auch das Wasser des Scheidhauerbrunnens auf dem Adenauerplatz und des Neptunbrunnens grün gefärbt wurde, schnellen die Kosten für die Beseitigung der Farbe in die Höhe. Schätzungsweise soll diese Aktion die Stadt 2.000 Euro kosten.

Ein bisschen schade ist es ja schon. Eine Erfrischung für die Augen war es auf alle Fälle.

Kiffende Kinder führen Polizei in ‚Waffen- und Drogenhöhle‘

An einem herrlichen Sommertag trauen die Beamten des Polizeireviers Heidelberg-Nord ihren Augen kaum, als sie kurz vor 18 Uhr Wasserpfeife-rauchende Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren auf der Neckarwiese kontrollieren.

Bei einem 13-Jährigen finden sie über 25 Gramm Marihuana! Auf Nachfrage wo er das denn her habe, antwortet der Junge, er hätte es in einem fremden Garten gepflückt. Er führt die Beamten in einen Garten. Und tatsächlich! Im Garten finden die Beamten nicht nur zwei Marihuana-Pflanzen, sondern auch mehrere Erdlöcher aus denen offensichtlich bereits Pflanzen entfernt wurden. 

Die Polizisten sprechen den Bewohner des Hauses auf den Fund an. Er gibt den Besitz der zwei Pflanzen im Garten zu. Doch nicht nur das! Er gesteht auch gleich, dass er vier weitere Pflanzen auf dem Dachboden versteckt hat...

Vier Pflanzen hatte der Familienvater auf dem Dachboden versteckt.

Der Familienvater erklärt sich mit der Durchsuchung seines Hauses einverstanden. Doch als die Ordnungshüter das Zimmer seiner zweier Söhne im Alter von 11 und 18 Jahren durchsuchen, bleibt ihnen fast die Spucke weg. Denn dort finden die Beamten neben einem Nunchaku (Würgeholz), zwei Schwerter, Silvester-Raketen, Luftdruckgewehre, Softairwaffen, diverse Messer und Utensilien zum Drogenkonsum.

Absurd: Vater und Mutter wussten von diesen ‚Spielsachen‘, sehen in diesen jedoch, trotz eines aufklärenden Gesprächs mit den Beamten, keine Gefahr! Die Drogen und Waffen wurden sichergestellt. 

Diesen Fund machen die Polizisten im Kinderzimmer.

Das Polizeirevier Heidelberg-Nord hat die Ermittlungen aufgenommen und das Kinder und Jugendamt der Stadt Heidelberg wurde informiert.

Altstadtbesucher machen sich über „Gefangenen“ lustig

Klare Selbsteinschätzung: „Aus Dummheit“, so der junge Mann später, betritt er nach einer Kneipentour in der Heidelberger Altstadt gegen 1:40 Uhr einen abgeschlossenen Innenhof.

Und es kommt, wie es kommen muss: Die zuvor nur angelehnte Gittertür fällt zu. Sie geht nicht mehr auf. Nichts geht mehr. Der Neugierige sitzt in einem Käfig fest. Auch seine Freunde können den Heidelberger nicht mehr aus seiner misslichen Lage befreien.

„Zwischenzeitlich hatten sich auch zahlreiche Schaulustige versammelt, die ihre Schadensfreude zum Ausdruck brachten“, so die Polizei. Eine herbeigerufene Polizeistreife kann den Heidelberger mit Hilfe von ‘polizeilichem Einbruchswerkzeug‘ aus einer misslichen Lage befreien; die Show ist vorbei.

Eine Antwort darauf, was der junge Mann dort überhaupt wollte, bleibt der 19-Jährige der Polizei schuldig.

Busfahrer hat ordentlich ‚getankt‘

Als ein Passant an einem Sonntagmittag, den Linienbus im Cuzaring entdeckt, bleibt ihm die Spucke weg: Der Bus rollt in heftigen Schlangenlinien über die Fahrbahn.

Sofort alarmiert der Zeuge die Polizei. Als die Beamten eintreffen und den Fahrer ansprechen, weht ihnen eine heftige Alkoholfahne entgegen. Ein Alkohol-Schnelltest ergibt einen Wert von 2,86 Promille!

Dem 50-Jährigen wird sofort der Führerschein abgenommen. Ein Ersatz-Busfahrer kann kurzfristig einspringen und die zehn Fahrgäste sicher an ihr Ziel bringen. Für den Busfahrer wird es nun ungemütlich – er muss sich wegen seiner Trunkenheitsfahrt vor der Justiz verantworten.

30-Jährige hat fiese Pechsträhne

Vom Pech verfolgt wurde eine 30-jährige Dossenheimerin in einer Nacht von Samstag auf Sonntag. Zuerst bemerkt sie gegen 20 Uhr, dass ihr in der Lauerstraße abgestelltes Damenfahrrad weg ist. Als wäre das nicht schon genug, wird ihr später zwischen 1 und 2 Uhr in einer Gaststätte in der Krämergasse die Geldbörse aus dem Rucksack geklaut. Sie hatte ihn auf dem Boden abgestellt. Als sie dann zwischen 2:30 und 3:30 Uhr die Hauptstraße von der Altstadt zum Bismarckplatz entlang läuft, stiehlt ihr ein unbekannter Täter noch das Handy aus dem auf dem Rücken getragenen Rucksack. Bei so viel Pech kann man nur den Kopf schütteln...

pol/kp

Mehr zum Thema

Benz-Fahrerin (30) missachtet rote Ampel - Unfall

Benz-Fahrerin (30) missachtet rote Ampel - Unfall

Protestaktion vor HeidelbergCement-Zentrale

Protestaktion vor HeidelbergCement-Zentrale

Lustige Schlittenfahrt auf dem Kohlhof!

Lustige Schlittenfahrt auf dem Kohlhof!

Kommentare