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Am Donnerstagmorgen begann der Prozess gegen fünf Männer, die zwischen Juni und Oktober 2014 in mehrere Spielhallen eingebrochen waren.

„Schwerer Bandendiebstahl“?

Prozessauftakt gegen fünf Spielhallen-Einbrecher

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Heidelberg – Am Landgericht startete am Donnerstagvormittag der Prozess gegen fünf Männer, die zwischen Juni und Oktober 2014 in mehrere Spielhallen der Region eingebrochen waren.

Am Landgericht Heidelberg begann am Donnerstagmorgen der Prozess gegen fünf Männer, die zwischen Juni und Oktober teilweise mehrfach in Spielhallen in Ludwigshafen, Wiesloch, St. Leon-Rot, Kaiserslautern und Stockstadt eingebrochen sind.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Nicolae-Marian D., Catalin P. und Ion D. vor, sich „spätestens im Juni 2014 zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um durch die fortgesetzte Begehung von Einbrüchen gewerbsmäßig“ den Lebensunterhalt zu bestreiten. Spätestens im September sollen P.s Bruder Nicolae-Cristian und Paul Daniel S. zu der Bande dazu gestoßen sein.

Bei den Einbrüchen im Zeitraum von Juni bis zur Festnahme am 6. Oktober 2014 sollen die mutmaßlichen Täter über 165.000 Euro erbeutet und einen Sachschaden von rund 50.000 Euro verursacht haben. Im Vorfeld der Taten hatten die Angeklagten die Objekte ausspioniert und Bewegungsmelder mit Sprühkleber übersprüht. Bei den Einbrüchen verwendete die Bande unter anderen Instrumenten eine Spitzhacke, ein Stemmeisen und einen Metallschneider.

Versuchte und begangene Einbrüche in Spielhallen 

Die Bande habe am 18. Juni erfolglos versucht, in ein Bowling-Center in Ludwigshafen einzubrechen. Wenige Tage danach, am 23. Juni., habe das Anfangstrio dann mehr Glück beim Einbruch in das Bowling-Center gehabt. Dort hebelten sie Spielautomaten auf, erbeuteten etwa 25.000 Euro und verursachten einen Schaden von rund 5.000 Euro. Knapp zehn Tage später, am 3. Juli, soll die Bande erneut in das Center eingedrungen sein. Diesmal erbeutete das Trio 56.900 Euro. 

Am 7. August sollen die Angeklagten dann in eine Spielhalle in Wiesloch eingebrochen sein. Auch dort hebelten die mutmaßlichen Täter Automaten auf und erbeuteten 22.307 Euro. Ein zweiter Versuch in Wiesloch am 16. September schlug fehl.

Am 26. August drangen die Angeklagten laut Ermittlern in Spielcasino in Kaiserslautern ein – Beute: über 16.000 Euro. Ein weiterer Einbruch am 25. September in ein Spielcasino in St. Leon-Rot, bei dem mehr als 45.000 Euro erbeutet wurden, wird den Angeklagten ebenfalls zur Last gelegt.

Beim Tatversuch in Stockstadt geschnappt

Die Einbruchserie fand in Stockstadt ihr Ende. Nachdem die Bande eine Spielhalle ausgekundschaftet hatte und zur Tat schreiten wollte, nachdem sie bereits Einbruchswerkzeug deponiert hatte, schnappten die Ermittler zu.

Die Angeklagten machten am ersten Prozesstag von ihrem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. Lediglich Nicolae-Cristian P. und Paul Daniel S. gaben an, an zwei Taten beteiligt gewesen zu sein, bei diesen aber lediglich „Schmiere gestanden“ zu haben. 

Auf schweren Bandendiebstahl stehen bis zu 10 Jahren Haft.

rmx

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