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Sprache als Schlüssel zur Integration: Leiterin Corina Szarka mit Teilnehmern eines Deutschkurses im neuen Sprachkurszentrum der VHS in der Alten Eppelheimer Straße.

Für Geflüchtete

Marguerre-Million: VHS eröffnet neues Sprachzentrum

Heidelberg – Die Millionen-Spende von Wolfgang Marguerre macht es möglich: Seit Kurzem gibt es in der Alten Eppelheimer Straße ein neues Sprachkurszentrum der VHS für Geflüchtete.

„Das Engagement von Wolfgang Marguerre versetzt uns in die Lage, mehr und möglichst schnell Sprachkurse für Menschen auf der Flucht anzubieten. Für dieses großartige bürgerschaftliche Engagement sind wir sehr dankbar“, sagt Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner bei der Vorstellung des neuen Sprachkurszentrums am Montag. Derzeit unterrichtet die VHS etwa 70 Flüchtlinge in 12 Sprachkursen in der Grundstufe, der Großteil kommt aus Syrien. In den fünf laufenden Alphabetisierungskursen nehmen fast 40 Menschen auf der Flucht teil. Durch das neue Zentrum sind künftig pro Semester zehn Kurse mehr im Angebot.

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„Sprache ist derSchlüssel für eine gelingende Integration, betont Sozialbürgermeister Dr.Joachim Gerner. Noch im vergangenen Jahr seien Themen wie Unterbringung und Versorgung zentrale Themen derUnterstützung für Flüchtlinge gewesen. Jetzt rücke der Spracherwerb immer mehr in den Mittelpunkt. „Heidelberg ist mit seinem Engagement für Sprachförderung im Vergleich zu anderen Kommunen ein gutes Stück voraus“, so Gerner.

Zentrum für alle, die Deutsch lernen wollen

„Unsere Kurse sind so konzipiert, dass sie nicht ausschließlich von Flüchtlingen besucht werden, sondern auch von anderen Zugewanderten, beispielsweise aus den EU-Staaten. Das hat positive Auswirkungen auf den Lernerfolg und ist aus integrativen Gesichtspunkten von Vorteil“, erklärt Silke Reck, Leiterin der VHS Heidelberg.

Das Sprachkurszentrum verfügt auf rund 420 Quadratmetern über fünf Unterrichtsräume. Da diese unterschiedlich groß sind, werden auch individuelle Vertiefungsstunden angeboten. Die Räume sollen außerdem für die Qualifizierung von Ehrenamtlichen sowie künftige Netzwerktreffen der haupt- und ehrenamtlichen Akteure der Flüchtlingshilfe aus den Stadtteilen dienen. Fürfünf Jahre hat die Stadt die Räumlichkeiten angemietet.

Gutscheine für Sprachkurse

Sprache als Schlüssel zur Integration: Leiterin Corina Szarka mit Teilnehmern eines Deutschkurses im neuen Sprachkurszentrum der VHS in der Alten Eppelheimer Straße.

Die Marguerre-Spende ermöglicht nicht nur die Erweiterung des Raum- und Kursangebots in Heidelberg. Mit ihr können Aufbau-Sprachkurse finanziert werden, die Flüchtlinge aus bestimmten Herkunftsländern sonst selbst zahlen müssten. Konkret: Für Flüchtlinge aus Eritrea, Iran, Irak, Somalia und Syrien zahlt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Kursteilnahme. Für Flüchtlinge aus anderen Ländern zahlt die Stadt. Für einen Folgekurs erhalten Flüchtlinge einen 100-Euro-Gutschein aus der Marguerre-Spende und müssen damit nur noch einen Eigenanteil von 32 Euro zahlen. Insgesamt fließen mehr als 400.000 Euro der Marguerre-Spende in Projekte zum Spracherwerb.

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Profitiert hat davon auch Giti Negah. Die 29-Jährige stammt aus Afghanistan, ist seit zwei Jahren in Deutschland und lebt derzeit in einer Gemeinschaftsunterkunft in Heideberg. Sie besucht die Sprachkurse der Volkshochschule. Die Stadt finanziert aus Spendenmitteln Gutscheine für diese Sprachkurse. „Die Kurse will ich nutzen, um eine Prüfung zu schaffen. Mein Ziel ist es, eine Ausbildung als Erzieherin zu machen“, sagt Negah.

Gutes und vielfältiges Angebot

„Mit den Sprachkursen an der VHS, den niedrigschwelligen Sprachkursen, die wir seit Jahren in unseren kommunalen Flüchtlingsunterkünften mit Hilfe von Ehrenamtlichen anbieten und weiteren Projekten wie beispielsweise die „Deutsch-Paten“ des Rotary Clubs Heidelberg Alte Brücke, die aus der Bürgerschaft heraus ehrenamtlich entstanden sind, gibt es in Heidelberg jetzt ein überdurchschnittlich gutes und vielfältiges Angebot im Bereich des Spracherwerbs“, bilanziert Gerner.

Infos zum Thema Spracherwerb für Menschen auf der Flucht gibt das Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg, Telefon 06221 58-37000.

sag/Stadt Heidelberg

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