Flüchtlingskinder in einer Vorbereitungsklasse in einer Schule.
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Die Bildung von Flüchtlingskindern soll ab Mitte Januar auch im Registrierungszentrum in PHV erfasst werden.

Ab Mitte Januar

PHV soll auch Bildung von Flüchtlingskindern erfassen

Heidelberg-Kirchheim - Baden-Württemberg will die Bildung von Flüchtlingskindern systematisch erfassen. Ab Mitte Januar auch im Registrierungszentrum im Patrick-Henry-Village.

Nach einem Probelauf in der Erstaufnahmeeinrichtung Meßstetten im Zollernalbkreis soll die sogenannte Bildungsbiografische Ersterfassung auch im Registrierungszentrum Heidelberg im PHV erfolgen. Das teilte das Ressort von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) mit.

Um jungen Flüchtlingen ein passendes Angebot zu machen, soll erfasst werden, welche schulischen Voraussetzungen sie mitbringen. Gefragt wird etwa, wie lange die Kinder in ihrem Heimatland in der Schule waren, wie gut sie lesen und schreiben können und welche Sprachen sie sprechen.

Pensionierte Lehrer sollen es richten

Um den Schulunterricht für die Flüchtlingskinder zu gewährleisten, hat das Kultusministerium 30.000 pensionierte Lehrer angeschrieben. Bislang hätten sich mehr als 500 Pädagogen grundsätzlich bereiterklärt, auszuhelfen. Gebraucht werden 600 Lehrer.

Zudem wurden zum Beginn des laufenden Schuljahres 562 zusätzliche Lehrerstellen für den Unterricht von jungen Flüchtlingen geschaffen. Im Kultusministerium wird über weitere Schritte zur Lehrergewinnung nachgedacht. So sollen etwa angehende Lehrern zwischen dem 1. Staatsexamen und dem Beginn des Vorbereitungsdienstes gezielt angesprochen werden.

Spezielle Fortbildung für Flüchtlingsunterricht

In Zukunft soll ein neues Fortbildungskonzept Lehrer für den Unterricht von Flüchtlingen qualifizieren. Schwerpunkte sind neben Sprachförderung und Alphabetisierung auch Interkulturelle Bildung, Elternarbeit und der Umgang mit Traumata. Die ersten Fortbildungen sind zum Schuljahr 2016/17 geplant. 

Um die Pädagogen für den Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu wappnen, gibt es bereits ein gezieltes Fortbildungs- und Supervisionsangebot. Im Schuljahr 2014/15 nutzten dies 1.200 Lehrer. Im Schuljahr 2015/2016 stehen 2.050 Plätze bereit.

In Baden-Württemberg werden derzeit etwa 30.000 junge Flüchtlinge in knapp 2.200 Vorbereitungsklassen unterrichtet. Die meisten besuchen eine Werkrealschule.

dpa/lsw/rmx

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