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Futtersuche, Training, Geruchsspuren

Heidelberger Zoo: Kein Platz für Langeweile!

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Heidelberg - Wenn die Jagd nach Futter ausfällt, kann es Tieren schnell langweilig werden – doch nicht im Heidelberger Zoo! Dort müssen Karotten, Äpfel und Pellets erst einmal gefunden werden: 

In freier Wildbahn müssen Tiere – um nicht zu verhungern – jagen! Stundenlanges Lauern auf Beute, die mehrfach vergebliche Jagd oder die Suche nach Früchten, Wurzeln und Wasser bestimmen den Alltag der Tiere. 

Doch was tun wenn es gar nichts zu jagen gibt? 

Da kann schon mal schnell große Langeweile aufkommen, wenn das „Essen“ im Zoo auf dem Silbertablett direkt vor die Nase serviert wird. 

Aus diesem Grund läuft es im Heidelberger Zoo ganz anders!

Dort müssen Leckereien wie Karotten, Äpfel und Pellets – bevor sie verzehrt werden können – erstmal gefunden werden!

Dafür lassen sich die Tierpfleger immer etwas Interessantes einfallen: Bei nahezu allen Zootieren  – ob bei den Zebras, Stinktieren oder Fossas – wird das Frühstück-Mittag- oder Abendessen im Gehege verteilt, in Röhren versteckt oder in Heunetzen aufgehängt.

Auch bei den Dickhäutern ist kein Platz für Langeweile – sie werden so gefüttert, dass sie  sich lange mit der angebotenen Nahrung beschäftigen können.

Bei den Menschenaffen füllen die Pfleger Joghurt oder Brei in Schläuche und verstecken Sonnenblumenkerne im Stroh oder Labyrinth-Holzkisten, sodass sich die Tiere etwas einfallen lassen müssen, um an die Leckereien zu gelangen.

Schon bemerkt, dass es im Raubtierhaus angenehm aromatisch nach Zimt, Zitrone oder Eukalyptus riecht?

Auch Geruchsspuren sind eine effektive Beschäftigungsmethode.

„Wir regen die Sinne unserer Löwen und Tiger durch das Legen von Duftspuren an“, erklärt Jörg Kubacki, Revierleiter im Robben- und Raubtierrevier. 

Die Raubkatzen lieben Gewürze wie Minze, Oregano, ätherische Öle und Parfüme. Zusätzlich werden Gerüche anderer Tiere beispielsweise über Kot und Wolle von Ziegen, Schafen oder Kamelen in Säcken in den Gehegen der Raubtiere platziert – dann wird sich erst einmal „einparfümiert“. 

Für die Bären haben die Pfleger immer ein besonderes Schmankerl: Sie verteilen Honig kreuz und quer im Gehege. Finden die Bären die Süßspeise, dürfen sie sie nach Herzenslust verspeisen.

Natürlich werden auch Vorlieben berücksichtigt!

Bei Sumatra-Tiger „Tebo“ steht das Würzmittel „Fondor“ auf der aromatischen Hitliste ganz oben, während Tigerdame „Tila“ eine große Vorliebe für alle Damen- und Herrendüfte pflegt.

Die Mähnenrobben bekommen ihr Futter im Rahmen des täglichen Trainings, dass die Besucher täglich um 11 Uhr und um 16 Uhr beobachten können. 

nis/Zoo Heidelberg

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