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Zum Welt-Elefantentag am 12. August bekommen die Besucher einen Einblick hinter die Kulissen der Jungbullen-WG!

Welt-Elefanten-Tag im Heidelberger Zoo

Zu Gast in der Elefanten-WG!

Heidelberg – Zum Welt-Elefanten-Tag am 12. August hat sich der Zoo Heidelberg etwas ganz Besonderes einfallen lassen. 120 Besucher bekommen einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen der Elefanten-WG:

Nach einem kleinen Sektempfang vor dem Elefantenhaus werden die Besucher vom Zoodirektor persönlich begrüßt. In seiner Ansprache erwähnt Dr. Klaus Wünnemann die Bedeutung des besonderen Tages. Er macht unter anderem auf die akute Gefährdung der sensiblen Riesen aufmerksam. 

Welt-Elefanten-Tag im Heidelberger Zoo

Interessante Einblicke in das Leben der WG 

Die erste Station ist die Außenanlage. Hier geht eine Zooverantwortliche näher auf die Elefanten-Jungbullen-WG ein. Sie erwähnt, dass dieses in Deutschland einzigartige Projekt seit 2010 sehr erfolgreich ist. 

Der Chef der WG, Elefant Ghandi, lässt sich das Spektakel der Besucher nicht entgehen und begrüßt sie mit einem lauten „Toröööö“. Ghandi, Tarak, Kin Yadanar Min und Ludwig – so lauten die Namen der vier Dickhäuter – freuen sich rießig über die Äpfel, die die Besucher ihnen über das Geländer werfen dürfen. Für den Themenabend wird nämlich das ansonsten strikte Fütterungsverbot aufgehoben.

Nach dieser Station geht es in das Elefantenhaus. Dort erläutert der Zoodirektor allgemeine Fakten zu der WG. Wir erfahren, dass ein junger männlicher Elefant mit fünf Jahren in die WG einzieht und diese dann nach sieben Jahren wieder verlassen muss. Wohin das erwachsene Tier dann kommt, entscheidet ein Koordinator des europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP). „Als nächstes muss Ghandi die Jungbullen-WG verlassen“, so Wünnemann. 

„Blödsinntraining“ und kiloweise Futter

Im Anschluss bekommen die Besucher einen Einblick in das tägliche Training der Dickhäuter. Tierpfleger Kremer erzählt über das Transportieren von Elefanten, wie man sie zum Wiegen animiert und das jedes Tier seine bevorzugten Belohnungs-Leckerli hat. In der Trainingsbox erklärt der Pfeleger auch die unterschiedlichen Trainingseinheiten der Elefanten. Das medizinische Training müssen die Tiere als erstes beherrschen, damit sie von der Zooärztin auch untersucht werden können. Daneben wird mit den Elefanten auch „Blödsinnstraining“ durchgeführt. Darunter zählt der Tierpfleger unter anderem das Malen der Tiere mit einem Pinsel im Rüssel.

Bei der letzten Station – dem Wirtschaftshof und dem Heulager – erfahren die Gäste einige interessante Dinge über die Ernährung der Elefanten. Die grauen Riesen nehmen am Tag etwa 30 bis 40 Kilo Nahrung zu sich, scheiden aber davon wieder 60 Prozent unverdaut aus. Das Essen müssen sich die Dickhäuter spielerisch erarbeiten, indem sie beispielsweise im Sand verstecktes Obst und Gemüse durch Pusten mit dem Rüssel freilegen.

Bilderauktion für einen guten Zweck 

Der Höhepunkt der Veranstaltung ist die Versteigerung von vierzehn von den Elefanten gemalten Unikaten.
 Dr. Wünnemann übernimmt auf eine spritzige Art und Weise die Rolle des Auktionators. 

Wegen der lustigen Namen der Elefanten-Kunstwerke wie „Ludwigs Fiesta“ und „Die grüne Fee rennt“ erschallt überall im Elefantenhaus Gelächter. Die interessanten Kunstschöpfungen bringen die Besucher zum wilden Wettbieten. 

Das letzte Bild zeigt die Fußabdrücke der vier Elefanten und erzielt 370 Euro. Mit der Ersteigerung darf die neue Besitzerin auch bei einer Malsession der Tiere anwesend sein. Insgesamt erzielen die Werke eine Auktionssumme von über 1.200 Euro. Der Erlös der Bilderversteigerung kommt der „Elephant Transit Home“-Organisation von Sri Lanka zu Gute.


eep

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