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Inkaseeschwalben-Paar in Nistbox

Mähnenibissen und Inkaseeschwalben

Gefiederter Nachwuchs im Heidelberger Zoo

Heidelberg - Wieder kann der Heidelberger Zoo sich über Nachwuchs freuen: Bei den Mähnenibissen und Inkaseeschwalben sind flauschige Jungtiere geschlüpft.

Mähnenibis mit Jungtieren

Eigentlich ist die Heimat des Mähnenibis in Madagaskar, wo er paarweise sowohl die Trocken – als auch die Regenwälder bewohnt – aber auch im Heidelberger Zoo scheint es ihm zu gefallen. Seit 2014 lebt hier ein Pärchen Mähnenibisse. Im selben Jahr kommen zwei Jungvögel zur Welt, die erfolgreich aufgezogen werden. Im Frühjahr 2016 ist die Freude wieder groß: Das Weibchen hat wieder Eier gelegt. 

Sicherheitshalber wurden die Eier von den Pflegern aus dem Nest entnommen und in der Brutmaschine ausgebrütet. Und voilà: Nach 23 Tagen schlüpfen drei putzmuntere Jungvögel. Die Rolle der Eltern, die Jungtiere über den ganzen Tag verteilt zu füttern, übernehmen nun die Pfleger und füttern die Jungvögel bis zu sieben Mal am Tag. Dies dauert nun noch etwa vier Wochen, bis die Tiere flügge werden und dann das Nest verlassen. 

Wegen des Verlusts an Lebensraum und illegaler Bejagung gilt der Mähnenibis als potenziell gefährdet. Seit einigen Jahren werden Mähnenibisse daher auch in einigen wenigen europäischen Zoos gehalten.

Frühlingsbeginn im Heidelberger Zoo

Zuckersüß: Tierkinder im Heidelberger Zoo

Weiteren Nachwuchs im Vogelrevier des Heidelberger Zoos gibt es auch bei den Inkaseeschwalben im Küstenpanorama. Bei den schiefergrauen Vögeln mit knallrotem Schnabel und dem auffallend nach außen gebogenen weißen etwa fünf Zentimeter langen Federbüscheln am Schnabel wurden fleißig Eier gelegt. 

Inkaseeschwalbenküken

Da Inkaseeschwalben jedoch besonders anfällig gegenüber dem für Menschen völlig ungefährlichen Erreger der Vogelmalaria sind, wurden auch hier die Gelege zur Handaufzucht entnommen. Im Zoo Heidelberg wurde eine wirksame Methode gefunden, Vögel gegen eine Infektion mit den Erregern der Vogelmalaria zu schützen. Medikamentelle Prophylaxe und Mückenbekämpfung gehen Hand in Hand, um die empfindlichen Inkaseeschwalben zu schützen. Die sechs Jungvögel , die Ende April geschlüpft sind, werden noch etwa sechs bis acht Wochen von den Pflegern mit der Hand aufgezogen, bis auch sie flügge werden. 

Inkaseeschwalben sind an der südamerikanischen Pazifikküste zu Hause und jagen im fischreichen Humboldtstrom. Sie folgen Fischerbooten, um so an Fischreste zu kommen. Auch begleiten sie Seelöwen, Wale und Kormorane, um von ihnen aufgescheuchte Fische zu fangen. Im Zoo Heidelberg kann man die Inkaseeschwalben vergesellschaftet mit anderen Seevögeln in der begehbaren Voliere „Küstenpanorama“ beobachten. 

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Zoo Heidelberg/mk

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