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Die Fahnen bei Heideldruck stehen wieder etwas fester im rauhen Wind der Branche.

Umsatz sinkt um 69 Mio. Euro

Heideldruck 'verbessert' Verluste auf 34 Mio. Euro!

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Der Umsatz sank um 14 Prozent, der Verlust konnte um vier Millionen Euro verringert werden. Das sind die wesentlichen Eckdaten des ersten Quartals der Heidelberger Druckmaschinen AG.

Der angeschlagene Maschinenbauer Heideldruck (12.947 Mitarbeiter weltweit) veröffentlichte jetzt seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2014.

Positiv: Obwohl der Umsatz deutlich um 14 Prozent auf 435 Millionen Euro eingebrochen ist, konnte der Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Millionen weiter reduziert werden – beträgt aber noch immer satte 34 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern bleibt also in den roten Zahlen.

Konsequenz: Der Konzernumbau bei Heideldruck wird, wie mehrfach angekündigt (HEIDELBERG24 berichtete), durchgezogen.

"Durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung haben wir auch in einem anhaltend volatilen Marktumfeld einen operativen Gewinn erwirtschaftet. Durch die Neuaufstellung unseres Portfolios werden wir die Profitabilität kontinuierlich weiter verbessern", so Heideldruck-Chef Gerold Linzbach.

Erst vor wenigen Tagen hatte Heideldruck verkündet, weltweit 650 Stellen zu streichen – davon allein 450 in Deutschland! Konkreter: 130 Jobs fallen in Wiesloch weg, der Standort Leipzig mit 220 Angestellten wird komplett eingestampft.

"Die Eigenfertigung an den Heidelberg-Standorten in Deutschland ist unter den neuen Marktbedingungen nicht mehr wettbewerbsfähig", hieß es von offizieller Seite. Durch diese Rotstift-Maßnahmen will das Unternehmen sein Ergebnis pro Jahr um rund 30 Millionen Euro verbessern. Für die Weiterverarbeitung im Verpackungsdruck sei ein neuer chinesischer Partner gefunden.

Bislang geht Heideldruck davon aus, im Geschäftsjahr 2014/15 das Umsatz-Niveau des Vorjahres zu erreichen. Erfahrungsgemäß ziehen die Geschäfte im zweiten Halbjahr stets an. So hofft das Unternehmen, die operative Profitabilität weiter zu steigern, um wie im Vorjahr ein positives Jahresergebnis zu erreichen.

Dank des harten Sparkurses war dem Konzern nach fünf Verlustjahren zum Geschäftsjahreswechsel der Weg in die schwarzen Zahlen gelungen.

Den kompletten Quartalsbericht gibt´s online unter www.heidelberg.com.

pek

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