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Wanderfalken Aurora (links) und Fritz im Nistplatz im Turm der Heiliggeist-Kirche. Es war das erste Pärchen, das hier bis 2006 zusammen gebrütet hat. 

Wanderfalken-Initiative

Dank Projekt wieder "echte gefiederte Heidelberger" 

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Eine verdiente Auszeichnung! Fast 50 lange Jahre gab es keine Spur mehr von einem Wanderfalken in Heidelberg. Das Wanderfalken-Projekt holte die Greifvögel zurück in die Universitätsstadt.

Oben im Kirchturm der Heidelberger Heiliggeist-Kirche befindet sich ein kleiner Nistkasten. Hier haben Wanderfalken ein gemütliches und ruhiges Plätzchen, um in Ruhe zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. Eine Idee, die Großes bewirkt hat!Denn dieser Nistkasten holte Wanderfalken nach fast 50-jähriger Abstinenz zurück nach Heidelberg und sicherte deren Bestand. Das Projekt "Natürliche Wiederansiedlung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg" wurde jetzt als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und gewürdigt!

Hans-Martin Gäng, Naturschutzwart und ehemaliger Rektor der Geschwister-Scholl-Schule, richtete den Kasten 1999 mit seinen Schülern als "neues Zuhause" der Greifvögel ein. Seitdem kamen jedes Frühjahr Wandelfalken nach Heidelberg. 

Beeindruckende Bilanz: fast 50 Nachkommen in 15 Jahren! Im Frühjahr 2000 schlüpften die ersten kleinen Jungen. In den nächsten Jahren folgten weitere 44 Jungfalken. Alles echte gefiederte Heidelberger. Ein Resultat, das sich sehen lassen kann!

Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner ist besonders stolz auf den "lebendigen Kirchturm". Er würdigt die Engagierten mit einem Nachhaltigkeits-Baum. Eine Art natürlicher Pokal für die erfolgreiche Arbeit. 

"Ein großartiges und tolles Projekt, dass auch für die Stadt Heidelberg und die Nachhaltigkeit steht", betont der OB. 

Auch Hans-Martin Gäng freut sich über die starke Unterstützung des städtischen Umweltamtes, der Pfarrgemeinde Heiliggeist-Kirche, der evangelischen Stiftung Pflege Schönau sowie der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz Baden-Württemberg, die ihm und seinen Schülern von Beginn an tatkräftig zur Seite standen.

Seit 2007 steht das Projekt unter der Federführung des NABU Heidelberg Arbeitskreis Greifvogel und wird nicht mehr von den Schülern betreut.

"Ein bisschen traurig bin ich schon, dass meine Schüler ausgeflogen sind", gesteht Hans-Martin Gäng mit einem Lächeln. Trotz des Erfolges und der Freude betont der Naturschutzwart auch: "Wir Artenschützer sind nie am Ende unserer Arbeit".

Denn während sich die Population der Wanderfalken wieder erholt, haben es andere Vogelarten zurzeit sehr schwer. Und dabei spielen die "Erneuerbaren Energien" eine Rolle: "Fünf Prozent der Rotmilane sterben durch Windräder. Sie werden regelrecht zerhackt", erklärt Gäng. Hier bestünde seiner Ansicht nach Handlungsbedarf.

Wer die brütenden Eltern und Jungfalken beobachten möchte, kann dies im Foyer des Rathauses und auf der Website tun. Denn dort überträgt eine Videokamera live das Geschehen im Nistkasten.

Bilder der ehrenvollen Auszeichnung gibt es hier:

Auszeichnung für das Wanderfalken-Projekt

nis

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