Facebook und Co.

Terrorbilder: Warum man sie nicht teilen sollte 

Stuttgart - Blut, Köpfe oder getötete Kinder: Das Institut für Digitale Ethik warnt davor, Gewaltbilder vom Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen.

Die Terrormiliz Islamischer Staat verfolgt religiöse Minderheiten im Nordirak auf brutale Weise. Inzwischen kursieren in sozialen Netzwerken wie Youtube, Facebook oder Twitter zahlreiche Aufnahmen dieser Gewalt. Ohne Einordnung hätten die mit politischer Aufklärung aber nicht viel zutun, betonte Petra Grimm, die das Institut an der Hochschule der Medien in Stuttgart leitet, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Man macht einen Menschen damit zum Schauobjekt. Solche Bilder, die Menschen instrumentalisieren, sollten nicht öffentlich gezeigt werden. Die Frage ist: Dienen solche Bilder der Aufklärung oder wird die Würde des gezeigten Menschen damit ein weiteres Mal verletzt?“

Ein weiterer Punkt: „Sie sind vor allem für Jugendliche, aber auch für Erwachsene, schwer einzuordnen und emotional zu verdauen“, so Grimm.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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