+
Ein neues Lexikon erklärt Angela Merkel von A bis Z.

„Das Merkel Lexikon“

Von A bis Z: Hätten Sie das über die Kanzlerin gewusst?

Berlin - Alle Welt liest, sieht oder hört fast täglich etwas über die Kanzlerin. Aber verstehen die Bürger sie auch? Der Journalist Andreas Rinke hat ein Nachschlagewerk über Merkel geschrieben. Ein Novum.

Was Sie schon immer über Angela Merkel wissen wollten: Trinkt sie Alkohol, ist sie bibelfest, wird sie auch mal wütend? Welches Koordinatensystem hat ihre Außenpolitik, wie war das eigentlich genau mit der Enthaltung Deutschlands im UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über einen Militäreinsatz in Libyen, was ist die Basis für ihre Flüchtlingspolitik? Wie hoch (niedrig) ist ihr Gehalt, arbeitet sie lieber mit Frauen oder Männern, wovon träumt sie?

Antworten darauf sowie auf rund 300 weitere Aspekte aus dem Leben der Angela Merkel gibt es jetzt in einem Buch: „Das Merkel Lexikon. Die Kanzlerin von A-Z“. Geschrieben hat es der Journalist Andreas Rinke. 447 Seiten mit mehr als 1200 Quellennachweisen sind es geworden. Der Leser kann nun Merkel im Wortsinn von A wie Auto bis Z wie Zeit studieren.

Nur wenige Kategorien werden über mehrere Seiten ausgebreitet, so wie Merkels Flüchtlingspolitik. Ganz überwiegend sind es aber kurze Abschnitte, in denen ihre Politik, ihr Denken, ihre Art beschrieben wird. Darauf legt der Autor Wert: „Es soll ausdrücklich der Leserin und dem Leser vorbehalten bleiben, wie sie die skizzierten Positionen und Haltungen Merkels bewerten. Dazu brauchen sie eine Faktenbasis, die in der meinungsstarken deutschen Medienlandschaft manchmal etwas verloren zu gehen scheint. Darum geht es in diesem Buch“, schreibt Rinke, Jahrgang 1961, in der Einleitung. Seit 16 Jahren verfolgt der promovierte Historiker das politische Geschehen in Berlin, seit 2010 als politischer Chefkorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters und als solcher immer der Objektivität und Sachlichkeit verpflichtet.

Er legt dar, was Merkel unter europäischer Austeritäts-Politik versteht, warum sie sich an keinem Bundesland so abarbeitet wie an Bayern, was ihre Lieblingsbücher und -pflanzen sind, wie ihr Verhältnis zum früheren US-Präsidenten George W. Bush war und dessen Nachfolger Barack Obama ist und wie sie den CDU-Vorsitz erklommen hat. Rinke schildert auch, warum sie 1995 als Umweltministerin im Kabinett Kohl in Tränen ausbrach, welche Mahnung für sie das Schicksal der Maya ist und was es mit dem Begriff „Merkiavelli“ auf sich hat.

Er schreibt über Merkels Konfektionsgröße und Schuhgröße und Größe im Umgang mit Mitarbeitern und ihre Härte bei Personalentscheidungen, und natürlich über ihre Beziehungen zu mächtigen Männern der Welt - neben den US-Präsidenten etwa die französischen Staatschefs oder Kremlchef Wladimir Putin.

Vieles von dem ist bekannt. Neu aber ist die Gliederung, die klare Übersicht, die inhaltliche Tiefe trotz häppchenweiser Erläuterungen. Es finden sich zahlreiche Merkel-Zitate, auch aus früheren Zeiten. Auch solche, die längst vergessen oder in der Flut der Berichte über Merkel untergegangen sind, nun aber ihren Teil zu einem Gesamtbild liefern. Wie dieses aus dem Jahr 2000, als sie als neue CDU- Vorsitzende sagte: „In Bayern gibt es so einen Spruch „Mir san mir“. Ich sage: Merkel ist Merkel, mit allen Risiken und Nebenwirkungen.“

Rinke ist ein interessantes, praktisches Nachschlagewerk gelungen - auch für Schüler, Journalisten, Politiker. Akribisch recherchiert und durch Quellennachweise belegt. Bei den allermeisten Terminen der Kanzlerin war Rinke ohnehin selbst dabei. Er kennt Merkel gut. Nur in zwei Fällen ist ihm nichts eingefallen: bei X und Y. Ungelöst eben.

dpa

Mehr zum Thema

Erkennen Sie diese Stars? Promis in ungewohnten Rollen

Erkennen Sie diese Stars? Promis in ungewohnten Rollen

Victoria's Secret: Diese Engel sind ein Traum

Victoria's Secret: Diese Engel sind ein Traum

Sting: Pariser Terroranschläge waren ein Albtraum

Sting: Pariser Terroranschläge waren ein Albtraum

Kommentare