+
Tamme Hanken befreite Tiere auf der ganzen Welt von ihrem Leiden. Hat er seinen frühen Tod geahnt?

Aufgetauchtes Interview mit dem Pferdeflüsterer

Tamme Hanken: Hat der XXL-Ostfriese seinen Tod geahnt?

Garmisch-Partenkirchen - Wusste Tamme Hanken, dass sein Leben bald vorbei sein würde? In einem Interview schaute der XXL-Ostfriese düster in die Zukunft.

Update vom 24. Oktober 2016: Zwei Wochen ist TV-Star Tamme Hanken nun tot. Seine Witwe Carmen meldet sich nun per Facebook - wütend auf Menschen, die illegal Produkte mit dem Namen Tamme Hanken verkaufen.

Tamme Hanken war als Knochenbrecher, wie er sich selbst nannte, in der ganzen Welt unterwegs. Vor laufender Kamera heilte er auf Kabel eins oder im Norddeutschen Fernsehen als XXL-Ostfriese Vier- und manchmal auch Zweibeiner. Doch in den Tierdokumentationen stand nicht nur der Pferdeflüsterer mit den übergroßen Händen im Mittelpunkt, sondern auch die Persönlichkeit von Tamme Hanken selbst. Doch bleiben nach dem Tod des XXL-Ostfriesen noch viele Fragen offen.

Tamme Hanken: Kam sein Tod wirklich überraschend?

Am Montag, 10. Oktober, ist Tamme Hanken - für viele seiner Fans - überraschend an einem Herztod verstorben, im Hotel-Gasthof „Drei Mohren“ in Garmisch-Partenkirchen, wie die Filmproduktion Dreiwerk Entertainment in Köln mitteilte. 

Zuvor war dem 56-Jährigen schwindlig geworden und der Pferdeflüsterer Tamme Hanken brach auf der Toilette des Hotel-Gasthofs zusammen. Am Vormittag hatte der Knochenbrecher  zusammen mit Freunden n och Mittenwald besucht: Tamme Hanken war dort auch beim Veranstalter der Gamsbart-Olympiade, dem Bart-Binder Hans Schober. „Im Winter wollte er wiederkommen und sich zu seinem Gewand einen Gamsbart besorgen“, erzählt Schober. Doch soweit sollte es nicht mehr kommen.

Dietrich Köhler, dessen Familie den Gasthof in Garmisch-Partenkirchen betreibt, berichtet über die letzten Minuten von Tamme Hanken: "Sie hatten sich noch nichts aus der Speisekarte ausgesucht. Aber Tamme Hanken hat sich schon einmal ein Radler bestellt." Nur wenige Momente danach starb der XXL-Ostfriese. 

Seine Frau Carmen Hanken verabschiedete sich danach öffentlich via Facebook von ihrem Tamme. Auch viele Fans des XXL-Ostfriesen zeigten ihre Anteilnahme mit rührenden Botschaften auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken.

Tamme Hanken: Hat der XXL-Ostfriese sein Ende vorausgesehen?

Auch Kabel eins widmete dem Pferdeflüsterer Tamme Hanken am Sonntag sein ganzes Fernsehprogramm von 8.15 Uhr bis einschließlich Mitternacht und zeigte Wiederholungen seiner beliebten Tierdokumentationen unter anderem „Tamme Hanken - der Knochenbrecher auf Tour“. Die Wiederholungen von Tamme Hankens Sendungen bescherten dem Sender Top-Quoten.

In einem seiner letzten Interviews fiel ein bewegender Satz von Tamme Hanken, wie die Huffington Post berichtet: "Ich lauf im Galopp auf 60 Jahre zu", sagte der XXL-Ostfriese darin. Mit Blick auf seine hunderttausende Bewunderer und Fans betonte Tamme Hanken: "Dann will ich mich noch einmal verneigen. Und sagen: so Leute, das war es. Irgendwann ist Schicht."

Ahnte Tamme Hanken etwa, dass sein Leben bald vorbei sein würde?

Tamme Hanken: Seinem Herz ging es schon länger schlecht

Tamme Hanken war offenbar auf Reha in Garmisch-Partenkirchen, wie die BILD berichtet. Seinem Herzen ging es schon seit längerem schlecht: Auf dem Oktoberfest posierte Tamme Hanken noch vor den Fotografen. Er wirkte schlanker und gesünder als die Jahre zuvor. 

Doch am 18. September habe der XXL-Ostfriese nach der Wiesn einen Zusammenbruch erlitten - nur drei Tage später soll Tamme Hanken einen Herzschrittmacher bekommen haben. 

In der Vergangenheit strapazierte der XXL-Ostfriese seine Gesundheit mit hohem Zigaretten- und Alkoholkonsum. In einem Interview mit dem RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff erzählte Tamme Hanken, dass er an einem Abend mit Freunden schon einmal ein bis zwei Flaschen Schnaps trinken würde. Außerdem ließ der Zwei-Meter-Riese in dem Interview in seine Seele blicken: Er bedauerte, dass er nie eine richtige Beziehung zu seiner Mutter hatte. Das habe Spuren an ihm hinterlassen: „Das fehlt einem immer“, sagte Tamme Hanken zu Wilmsdorff.

Tamme Hanken: Auch sein Kinderwunsch blieb unerfüllt

Tamme und Carmen Hanken haben sich Kinder gewünscht und sogar über eine Adoption nachgedacht, wie die Gala berichtet. Doch dieser Wunsch blieb für die beiden unerfüllt. In einer Talkshow von Markus Lanz verriet Tamme Hanken: „Wir haben mit 44 geheiratet und da hat mir so ein Typ gesagt, ich möge mich lieber um meinen Friedhofsplatz bemühen, als Kinder zu adoptieren.“ Der XXL-Ostfriese schob die Begründung dafür gleich hinterher: „Weil wir zu alt waren. Der dachte wohl, ich nippel gleich ab.“

Tamme Hanken hinterlässt nun zwar keine Kinder, aber hunderttausende Fans, die um ihn trauern. Jedoch können sie von dem XXL-Ostfriesen nicht bei einer Trauerfeier Abschied nehmen, da die Urnenbestattung von Tamme Hanken in Filsum geheim stattfindet. Dort hat Carmen Hanken mit ihrem Ehemann auch den gemeinsamen Pferdehof betrieben.

Seine Hinterbliebenen wiederum nahmen mit einer bewegenden Traueranzeige von Tamme Hanken Abschied

„In uns lebst Du weiter, wir vergessen Dich nicht", versprechen die engsten Wegbegleiter von Tamme Hanken: Seine Ehefrau Carmen sowie Hanne und Heiko mit Aike, Jan und Andrea, Becki, Ramona, Gisela und Eric. Bei Becki und Gisela handelt es sich vermutlich um Mitarbeiter des Hankenhofes in Filsum (Ostfriesland).

Doch wie so oft, wenn ein Mensch stirbt, bleiben viele Fragen offen. Auch die Frage, ob der XXL-Ostfriese vorausgesehen hat, dass er bald von der großen Bühne des Lebens abtreten wird. 

Wer im Sinne der Hinterbliebenen von Tamme Hanken an den „Elternverein für krebskranke Kinder und ihre Familien in Ostfriesland und Umgebung“ spenden will: 

Die Bankverbindung lautet

IBAN DE18 2856 2297 0555 5558, Raiffeisen-Volksbank eg, Uplengen.

Mehr zum Thema

Erkennen Sie diese Stars? Promis in ungewohnten Rollen

Erkennen Sie diese Stars? Promis in ungewohnten Rollen

Victoria's Secret: Diese Engel sind ein Traum

Victoria's Secret: Diese Engel sind ein Traum

Sting: Pariser Terroranschläge waren ein Albtraum

Sting: Pariser Terroranschläge waren ein Albtraum

Kommentare