Mit Plakaten im ganzen Stadtgebiet werben rnv und Bürgerinititative um die Gunst der Wähler.
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Täglich sind tausende Fahrrad- und Autofahrer sowie Fußgänger auf der Brücke unterwegs.
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Radfahrer und Fußgänger müssen sich zurzeit einen Teil der Brücke teilen. 
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Durch den Neubau der Brücke wird sich Eppelheims Ortseingang maßgeblich verändern.
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Verwitterte Holzbalken dienen zurzeit als Abgrenzung der Straße zum Rad und Fußweg.
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Unschöne Straßenschäden zeigen, wie sanierungsbedürftig die Brücke ist.

Bürgerentscheid am Sonntag

So werben rnv und Bürgerinitiative um Stimmen in Eppelheim

Eppelheim – In Eppele brodelt's: Eine Bürgerinitiative will den Gemeinderatsbeschluss zum Brückenausbau kippen. Am Sonntag dürfen die Eppelheimer entscheiden.

Eigentlich ist der Neubau der rund 80 Jahre alten Brücke der Eppelheimer Straße über die A5 beschlossene Sache. Eigentlich – Denn am 3. Juli entscheiden die Eppelheimer Bürger, ob sie den Beschluss ihres Gemeinderats kippen wollen.

Denn die Brücke, wie sie derzeit geplant ist, bringt einige Veränderungen für die Eppelheimer mit sich. Sie wird mit 21,7 Metern mehr als doppelt so breit wie zuvor. Hauptgrund dafür ist, neben der Neugestaltung der Geh- und Radwege, der zweigleisige Ausbau der Straßenbahn, den die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) vorantreibt. Sie ist auch für die Planung und Durchführung des Millionenprojektes zuständig.

Die Gegner befürchten eine unberechenbare Kostenentwicklung für die Stadt Eppelheim. Außerdem macht ihnen die neue Trassenführung zu schaffen. Damit einher geht nämlich, dass sich die Weichenstellung, also der Wechsel auf die eingleisige Trasse, an den neuen Kreisverkehr verlagert. Die Bürgerinitiative befürchtet mehr Lärm mitten im Wohngebiet.

Bürgerinitiative befürchtet Lärm, rnv warnt vor Stillstand

Der neue Kreisel an der Kreuzung Hauptstraße/Mozartstraße ist den Gegnern ein weiterer Dorn im Auge. Dieser müsste mit vier Ampeln geregelt werden – für die Bürgerinitiative ein Verkehrshindernis.

Geht es nach der rnv bringt der Neubau erhebliche Verbesserungen im Betriebsablauf und mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer. Rnv-Sprecher Moritz Feier gibt zu bedenken, dass ein Bürgerentscheid gegen den Gemeinderatsbeschluss fatale Folgen hätte. Er bedeute zunächst Stillstand und damit auch, dass das Projekt durch die zeitliche Verzögerung „nicht im Zuge des Mobilitätsnetz Heidelberg gefördert werden kann und deutlich teurer wird“. Außerdem könne „der Neubau zeitlich nicht mehr auf die Baumaßnahme in der Eppelheimer Straße abgestimmt werden“, was bedeuten würde, dass es bis zu drei Jahre lang Schienenersatzverkehr für die Straßenbahn geben könnte.

Bürgerinitiative zuversichtlich

Die Initiative „Bürgerbegehren Eppelheim" rechnet sich für den Stichtag trotz der Befürworter-Argumente gute Chancen aus. „Wir sind zuversichtlich, dass wir den notwendigen Stimmenanteil bekommen", erklärt Bernd Binsch, einer der Hauptorganisatoren des vorangegangenen Bürgerbegehrens. 

Laut Binsch würde der Bürgerentscheid gut in Eppelheim angenommen. Er habe den Eindruck, dass sich die Bewohner beteiligen wollen. Dafür spricht auch, dass bei der Stadt bereits fast 1.000 Briefwahlunterlagen eingereicht wurden. 

Seit mehreren Wochen stehen die Ehrenamtlichen jeden Samstag auf dem Eppelheimer Wochenmarkt, informieren über ihre Sicht auf das Bauprojekt. 10.000 Flugblätter haben sie an Haushalte und an öffentlichen Plätzen verteilt und Plakate aufgehängt. Auch die rnv ist mit ihrer Kampagne „Jetzt Brücke bauen" öfter am Wasserturm vertreten und wirbt mit zahlreichen Plakaten für ihr Projekt in der Stadt.

Wieviele Stimmen sind nötig?

Jetzt bricht der Endspurt im Stimmenkampf an. Es bleiben nur noch drei Tage, um Unentschlossene zu mobilisieren. Denn: Erst wenn sich die Mehrheit der Stimmberechtigten mit einem „Ja“ auf dem Stimmzettel gegen den Gemeinderatsbeschluss ausspricht, wird dieser aufgehoben. Hinzu kommt, dass diese Mehrheit aus mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten bestehen muss.

Für die Wahl am Sonntag wurde die Stadt in sieben Wahlbezirke und zwei Briefwahlbezirke eingeteilt – insgesamt gibt es 11.683 Stimmberechtigte. Damit der Bürgerentscheid rechtlich gültig ist, müssten also mindestens 2.337 Menschen einen gültige Stimme abgeben. Anders als bei einer Landtagswahl, dürfen dabei auch Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben und EU-Ausländer mit Wohnsitz in Eppelheim sind wahlberechtigt.

Auch nach der Entscheidung bleibt es spannend. Denn falls der Gemeinderatsbeschluss gekippt wird, ist ersteinmal die Stadt Eppelheim am Zug, klar zu machen, wie sie zum Bauvorhaben steht.

sag

Quelle: Mannheim24

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