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Wo Menschen einst Schutz suchten, eröffnet die Bunkertour Einblicke in die Katakomben der Stadt.
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Wo Menschen einst Schutz suchten, eröffnet die Bunkertour Einblicke in die Katakomben der Stadt.

Reise in die Unterwelt

Bunkertour durch Mannheim

Mannheim – Es ist eine Reise in die Vergangenheit! Wo Kinder und Erwachsene vor rund 70 Jahren Schutz suchten, eröffnet die Bunkertour Einblicke in die Katakomben der Stadt:

Zur Zeit des 2. Weltkriegs wurde Mannheim fast vollständig zerstört, doch im Vergleich zu anderen Städten gab es wenige Ziviltote. Den Grund kann man bis heute noch besichtigen: zahlreiche Bunker unter der Stadt. 

Wir treffen uns am Samstag mit 19 weiteren Besuchern auf dem Ehrenhof. Von dort aus wollen wir einen Rundgang durch die westliche Oberstadt machen. Wir sollen unterirdische Plätze entdecken und Luftschutzeinrichtungen sehen und gehen mit den zwei Tourführern Gerda Kirschner und Georg Seiberlich los. Die beiden haben es sich mit MannheimTours zur Aufgabe gemacht, die vergessenen und verborgenen Orte im Untergrund wieder für die Bevölkerung zugänglich zu machen.

Und dann geht’s nach unten! 

Insgesamt gab es in der Quadratestadt 50 Bunker, heute sind nur noch 30 intakt. Dazu gibt es noch zahlreiche Luftschutzkeller unterhalb öffentlicher Gebäude. Diese Gemäuer dienten als Schutz vor Bombenangriffen, später konnten dort viele Kriegsflüchtlinge leben.

Es führen Treppen, schneckenförmige Wege und Türen in die Bunker, die sich unter der Stadt erstrecken. Darüber hinaus gibt es auch Bunker, die an der Oberfläche gebaut wurden, zum Beispiel winzige Häuschen, in denen nur drei Menschen Platz finden. 

Die Bunker sind dunkel und kühl, Stolperfallen lauern hinter jeder Ecke und die Luft ist modrig. Man sieht kleine Räume mit Hochbetten, Toiletten und Elektroräume. Es ist kaum zu glauben, dass dort über 5.000 Menschen Schutz suchten und Bombenattacken abwarten mussten. „Es muss sehr laut gewesen sein“, so Georg Seiberlich. Die Bunker wirken heute unberührt, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Ohne die installierten Lichter wären die Räume stockdunkel und nur grün-leuchtende Linien würden den Weg zeigen. 

Viele der Bunker wurden als Parkhäuser oder Lager umfunktioniert. Privatpersonen nutzen die kalten Räume für die Aufbewahrung von Obst und Gemüse.

Auf Entdeckungsreise durch den Untergrund

Geschichte erhalten

Mannheims ‚Unterwelt‘ bietet einen wichtigen Einblick in die deutsche Geschichte. Deswegen bieten MannheimTours seit zwei Jahren die Führungen an und versuchen alles, um die Gemäuer zu erhalten. 

Doch die Tiefgeschosse stehen allesamt nicht unter Denkmalschutz. Investoren, die alte Gebäude kaufen, zerstören oft mit einer Sanierung die geschichtlichen Bilder, Hinweise und Mauern – und was einmal weg ist, kann niemand mehr zurückholen. „Eine Katastrophe!“, findet Georg Seiberlich.

Umso empfehlenswerter ist es, die Bunkertouren zu besuchen – und bei einem Spaziergang durch Mannheim die Augen offen zu halten. Hast Du zum Beispiel schon den Bunkereingang beim Rathaus entdeckt?

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MannheimTours bieten in regelmäßigen Abständen die Bunkertouren an. Die nächsten Termine sind am 24. September und am 22. Oktober.

>>> Zur Terminübersicht und Anmeldung

>>> Zur Facebookseite von MannheimTours

jol

Quelle: Mannheim24

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