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Das schöne Heidelberg gilt laut Studie als absolute „Schwarmstadt“.

In den Top 5 bundesweit

Cool & angesagt: Heidelberg ist eine „Schwarmstadt“!

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Heidelberg/Mannheim – Spannendes Ranking im Auftrag der Deutschen Wohnungswirtschaft: Wie Heidelberg und Mannheim im Kreise der „Schwarmstädte“ bei jungen Leuten abschneiden:

Millionen Touristen aus aller Welt für Heidelberg ‚schwärmen‘ – das ist nichts Neues. Eine neue Studie beweist jetzt, dass die Perle am Neckar vor allem auch bei jungen Leuten als Wohnort beliebt ist...

Für den Leipziger VWL-Professor Dr. Harald Simons (46) sind dies sogenannte „Schwarmstädte“ – also Orte mit großer Anziehungskraft, wie Simons in seiner Studie für die Deutsche Wohnungswirtschaft belegt.

Laut Ökonom Simons steigen vor allem junge Leute auf wie Vögel auf und ziehen als Schwarm alle in die gleiche Richtung. 

Angelockt nicht etwa von der Sonne des Südens wie Zugvögel, sondern von Dingen wie Hochschulen, Szene-Kneipen, Bioläden, Yoga-Studios und Altersgenossen.

Kein Wunder, dass Heidelberg bundesweit mit Platz vier in den ‚Top 5‘ rangiert – hinter München, Leipzig und Frankfurt am Main.

Die demografische Spaltung des Landes wird getragen von den Jüngeren“, so Prof. Simons. Speziell die Altersgruppe zwischen 30 und 35 Jahre zieht es geballt in wenige Städte – eine ‚Landflucht‘ setzt ein.

Dadurch gelinge es sogar 29 Städten, derart viele Jüngere anzulocken, dass sich deren Geburtsjahrgänge mindestens verdoppelten. 

Dieser konzentrierte Zuzug junger Menschen in attraktive Städte ist die zentrale Ursache dafür, dass in einigen Städten die Nachfrage und die Mieten anziehen, während die Nachfrage nach Mietwohnungen in den meisten anderen Landesteilen zurückgeht“, analysiert auch der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) in seinem Frühjahrsbericht.

Folge: Während in den zuzugsstarken Städten Wohnungen, Kitas, Schulen gebaut werden müssen, machen in vielen der ‚verlassenen‘ Regionen Schulen dicht, verfallen leerstehende Wohnungen.

Laut Wohnungswirtschafts-Präsident Axel Gedaschko habe sich so innerhalb fünf Jahren ein Defizit von rund 260.000 fehlenden Wohnungen angehäuft.

Doch Studenten und Berufseinsteiger sind nicht immer in diesem Ausmaße in die Städte abgewandert! Erst seit Mitte der 2000er Jahre sei das so stark zu erkennen wie aktuell. 

Interessant: Auch die Zahl derer ist rasant angestiegen, die zwar in der Stadt wohnen, aber außerhalb arbeiten – jahrzehntelang war es umgekehrt! „Demnächst kriegen wir morgens Staus aus der Stadt raus“, erklärt Ökonom Simons. Demnach sind Jobs nicht das ausschlaggebende Argument für den Umzug in die Stadt.

Und die Experten kritisieren die Politik! Durch die Mietpreisbremse und das Versprechen von günstigen Wohnungen in der Großstadt nehme man den ländlichen Regionen das wichtigste Verkaufsargument – dem des günstigeren Lebens als in hippen Citys.

Deren Forderung: Um ländliche Gegenden attraktiv zu halten, müssten Fördermittel auf einige wenige Zentren konzentriert werden.

Das Ranking

  1.   München
  2.   Leipzig
  3.   Frankfurt/Main
  4.   Heidelberg
  5.   Darmstadt
  6.   Regensburg
  7.   Dresden
  8.   Karlsruhe
  9.   Freiburg
  10. Stuttgart
  11. Düsseldorf
  12. Münster
  13. Köln
  14. Mainz
  15. Offenbach
  16. Kiel
  17. Jena
  18. Berlin
  19. Braunschweig
  20. Mannheim
  21. Nürnberg
  22. Bonn
  23. Erlangen
  24. Hamburg
  25. Rostock
  26. Landshut
  27. Koblenz
  28. Augsburg
  29. Halle
  30. Trier

dpa/pek

Quelle: Mannheim24

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