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In Hirschhorn entscheiden die Bürger am Sonntag (5.6.) über die Abwahl des Bürgermeisters.

Gemeindeoberhaupt vor Abwahl

Bürgermeister Sens bangt um seinen Posten

Hirschhorn - Die Bürger der Stadt Hirschhorn entscheiden am Sonntag über die Abwahl des Stadtoberhaupts Rainer Sens. Ihm könnte der Bau von Windkraftanlagen zum Verhängnis werden.

In der südhessischen Stadt Hirschhorn am Neckar muss der parteilose Bürgermeister Rainer Sens um sein Amt bangen. 

Am Sonntag (5. Juni) entscheiden die wahlberechtigten Einwohner der Kommune über die Abwahl des 54-Jährigen. Hintergrund ist ein Streit um den Bau von Windkraftanlagen. Die Fraktionen von CDU und „Profil Hirschhorn“ sind der Meinung, das Vertrauen in den Bürgermeister sei derart erschüttert, dass der Rathauschef seinen Posten räumen müsse. 

Im Kern gehe es dabei um dessen Vorgehensweise. Die CDU wirft Sens vor, er habe in der Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde seine Kompetenzen überschritten und ihm missliebige Magistratsmitglieder unter Druck gesetzt.

Bürgermeister Rainer Sens bangt um seinen Posten.

Die Amtszeit von Sens geht eigentlich noch bis Juni 2017. Wenn er abgewählt werden sollte, ende sein Amt voraussichtlich schon an diesem Montag (6. Juni), sagte er. Zur Abstimmung aufgerufen sind rund 2.750 Bürger. Der Bürgermeister ist nach Angaben des Wahlamtes abgewählt, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: Eine Mehrheit muss für die Abwahl gestimmt haben. Diese Zahl muss zudem mindestens 30 Prozent aller Stimmberechtigten umfassen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat 17 Sitze. Die stärksten Fraktionen sind die CDU und „Profil Hirschhorn“ mit jeweils sechs Stimmen. Die SPD hält fünf Mandate.

Blick auf die „Perle des Neckartals“: Burg Hirschhorn

dpa/rmx

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