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Die Polizei-Bilanz nach den ersten zwei Böhse Onkelz-Konzerten. 

Mega-Konzert auf Hockenheimring  

Böhse Onkelz Doppel-Konzert: Die Bilanz der Polizei

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Hockenheim - Zwei Mega-Konzerte, zwei Mal 100.000 Zuschauer – Das bedeutet auch jede Menge Arbeit für Polizei, Sicherheitsdienste und das DRK. Die Bilanz: 

Zwei ausverkaufte Konzerte mit jeweils 100.000 Zuschauern – Ein Konzert der Mega-Klasse. Die Rede ist natürlich von den beiden Böhse-Onkelz-Konzerten auf dem Hockenheimring.

Die „Onkelz“ sind da: Das erste von vier Mega-Konzerten 

Konzerte in dieser Größenordnung sind selbstverständlich auch für die Einsatzkräfte vor Ort eine große Herausforderung. Nach den ersten zwei der insgesamt vier Böhse Onkelz-Konzerte, stellt die Polizei ein durchwachsene Bilanz aus. 

Unfall-Bilanz: 

Überschattet wurde die Veranstaltung von einen tödlichen Verkehrsunfall, der sich am Freitagabend, kurz nach Konzertende, auf der A6 an der Tank- und Rastanlage Hockenheim ereignete. 

Tödlicher Unfall auf A6: Mann (50) läuft über Autobahn!

Ein Konzertbesucher hatte aus bislang unbekannten Gründen die Autobahn überquert und war von einem Auto erfasst worden. Der 50-jährige Mann ist sofort tot. Der 22-jährige Autofahrer steht unter schwerem Schock. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern noch an.

>>> Tödlicher Unfall: Mann (50) läuft über A6!

>>> Polizei bestätigt: Es war ein Konzert-Besucher

Auch nach Ende des zweiten Konzerts am späten Samstagabend war das Phänomen zu beobachten, dass zahlreiche Besucher entweder an der Autobahn entlang zu den Rastanlagen gingen oder dort die Autobahn überqueren wollten. Einsatzkräfte der Polizei hatten alle Hände voll zu tun, um die Besucher von diesem gefährlichen Vorhaben abzubringen.

Darüber hinaus kam es am frühen Sonntagmorgen während der Abfahrt im Bereich der Busparkplätze, an der ehemaligen Ostkurve, zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger schwere Verletzungen erlitt. Aus bislang unbekannten Gründen wurde der Konzertbesucher von einem Reisebus erfasst. Der Mann wurde nach seiner notärztlichen Behandlung mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Der Busfahrer setzte seine Fahrt einfach fort – ohne sich um den Schwerverletzten zu kümmern. Bereits in der Nacht wurde nach dem Bus gefahndet. Der Busfahrer konnte nach der Unfallflucht mittlerweile ermittelt werden. 

>>> Konzert-Besucher von Reisebus überrollt – Schwer verletzt!

Alkohol-Bilanz:

Sowohl Einsatzkräfte der Polizei, als auch die Sicherheitsdiente und das DRK hatten an diesem Wochenende mit wesentlich mehr alkoholisierten und aggressiven Konzertbesuchern zu tun, als im vergangenen Jahr. Die Anzahl der Schlägereien und damit auch die Körperverletzungsdelikte nahmen deutlich zu. Insgesamt wurden bislang 64 Straftaten registriert. Überwiegend waren dies Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, Körperverletzungs- und Diebstahlsdelikte.

Verkehrsbilanz:

Der Verkehr lief an beiden Veranstaltungstagen im Vergleich zu früheren Veranstaltungen wesentlich flüssiger, sowohl in den Anfahrts- als auch in den Abfahrtsphasen. Rund zweieinhalb Stunden nach Ende der Konzerte war gegen 2 Uhr wieder Normalität auf den Straßen eingetreten. 

Am Sonntagmorgen kam es allerdings durch die Abreise eines Großteils Camper rund um Hockenheim zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Rund 40.000 Fans hatten sich fast zeitgleich auf die Reise gemacht. 

Hauptsächlich betroffen war dabei die L723 zwischen Hockenheim und der Anschlussstelle Walldorf/Wiesloch in Richtung A5. Ab 9:30 Uhr ging es nur im Schritttempo voran.  

Die Unterführungen an der Ernst-Wilhelm-Sachs-Straße und an der Südtribüne zum P6, die sich nach dem AC/DC-Konzert Mitte Mai noch als neuralgische Punkte dargestellt hatten, wurden durch den Einbau von zusätzlichen Schleusen, Verbot von fliegenden Händlern im näheren Umfeld der Unterführungen und durch die Optimierung der Beleuchtung entschärft. An beiden Konzerttagen kam es an diesen Punkten zu keinen nennenswerten Problemen.

Insgesamt war das Polizeipräsidium Mannheim mit über 800 Beamten von Donnerstag bis Sonntag im Einsatz und wurde dabei von den Polizeipräsidien Heilbronn, Ludwigsburg und Aalen, vom Polizeipräsidium Einsatz aus Bruchsal und von der Polizeihubschrauberstaffel unterstützt.

Die Planungen für den Polizeieinsatz am zweiten Konzertwochenende sind bereits in vollem Gange. 

pol/mk

Quelle: Mannheim24

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