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Bei einem  Rundgang über die Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival gibt es auch einige Kuriositäten zu bestaunen. 

„Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival“

Heiße Flitzer, Kuriositäten und ölige Finger

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Hockenheim - 13 Rennserien inklusive Testläufen, Qualifikation und Rennen: Bei der Bosch Hockenheim Historic herrscht auf der Rennstrecke ein reger Betrieb. 

Das Schönste beim Jim Clark Revival: Das Fahrerlager ist für alle Besucher frei zugänglich, es ist also nicht auszuschließen, dass hautnah ein Renntrabi  an den Besuchern vorbeiknattert oder dass in direkter Nähe der Motor eines amerikanischen PS-Giganten los wummert. 

Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival

„Wir fahren richtige Rennen“ erzählt uns Marc van' t Oever aus dem niederländischen Ede, der mit seinem Lotus Exige am Lotus Europe Cup teilnimmt. „Nur ist unser Budget begrenzt, also müssen wir etwas aufpassen“, lacht er. Seinen Lotus hat er vor ein paar Jahren als Straßenwagen mit Totalschaden gekauft und dann zu einem Rennauto umgebaut. Aber auf das Rennen fahren allein kommt es ihm auch nicht an, denn „das Schrauben macht mir sehr viel Spaß“ – er nimmt Maß an einem Lufteinlass, der neu befestigt werden muss.

Echte ‚Männerliebe‘ 

Es ist faszinierend den Männern zuzuschauen, wie liebevoll sie an ihren Fahrzeugen schrauben und tüfteln, damit sie beim nächsten Start auf der Piste ihren Boliden wieder alles abverlangen können – natürlich werden die Wagen vor jedem Rennen genauso liebevoll poliert.

Die Formel 1 Wagen stehen allesamt in der Boxengasse – die Unterschiede könnten kaum größer sein: die fast noch nagelneuen Toyotas stehen in einer Box unter Neonlicht, es wirkt fast als wäre man in einem Operationssaal, während ein paar Meter weiter ein Maserati 1948 mit einem Schraubendreher und öligen Fingern startklar gemacht wird. 

Auch allerlei Kuriositäten gibt es zu bestaunen: Wo sieht man sonst einen Schulbus mit Raketenantrieb oder einen komplett verrosteten Porsche, der nach Jahrzehnten in Alaska in einer Garage gefunden wurde.

In Gedanken an Jim Clark

Jim Clark hätte diesen März übrigens seinen 80. Geburtstag gefeiert. Am 7. April 1968 verlor der Schotte sein Leben bei einem Formel 1 Rennen in Hockenheim. Im Kongresspavillon gibt es einiges aus dem Leben von Jim Clark zu bestaunen, darunter einen Lotus Cortina, auf dessen Handschuhfach einige Rennsportlegenden unterschrieben haben. 

Doppeltes Pech bei den Qualifyings bei den Youngtimern hatte Eric in den Bosch, auch aus den Niederlanden. „Beim ersten Durchgang habe ich meine Heckscheibe verloren“ und so ist er mit seinem Porsche 944 S2 von 1989 eben „hinten offen“ in den zweiten Durchgang gestartet. 

Doch dann ausgerechnet das: „Als ich in die Start-Ziel-Gerade eingefahren bin – das war meine schnellste Runde – bin ich auf den Rasen gekommen und mir ist vorne die Achse gebrochen“. Weiterfahren unmöglich! Der blaue Porsche muss vom Schlepper in das Fahrerlager transportiert werden.

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Die Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival bietet auch am Samstag und Sonntag ein volles Programm: www.hockenheim-historic.de

>>> Die Bosch Hockenheim Historic 2015 

Rundgang auf der „Hockenheim Historic“

chr

Quelle: Mannheim24

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