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Der Präsidentschaftskandidat und Multimilliardär Donald Trump hat in seiner alten Pfälzer Heimat nicht besonders viele Fans...

Kein König der Herzen

Donald Trumps Ahnen kommen aus pfälzischem „Angeberdorf“!

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Kallstadt – Wer hätte das gedacht? Donald Trumps Vorfahren stammen aus einem beschaulichen pfälzischem Winzerdorf. Sind die Kallstadter deswegen als „Brulljesmacher“ verschrien?

Kallstadter haben im Kreis Bad Dürkheim den Ruf „Brulljesmacher“ zu sein (hochdeutsch: Prahler oder Angeber).

Da wundert es einen fast gar nicht, dass das derzeit wohl bekannteste 'Großmaul' der Welt, der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump, Wurzeln in ausgerechnet diesem Dorf hat. 

„Kings of Kallstadt“

Simone Wendel, selbst gebürtige Kallstadterin, hat 2014 aus dem Thema den amüsanten Dokumentarfilm „Kings of Kallstadt“ rausgebracht. Denn nicht nur Trumps Vorfahren kommen aus Kallstadt, sondern auch die Gründer der Ketchup-Dynastie, Familie Heinz.

Und so sind viele Kallstadter entweder mit der einen oder der anderen Familie um zig Ecken verwandt.

Die (illegale) Auswanderung der Großeltern

Die Erfolgsgeschichte der Trumps beginnt 1885: Der spätere Großvater Donald Trumps wandert in die USA aus und macht ein Lokal für Goldgräber auf. Erste Grundstückkäufe in New York ebnen den Weg zum späteren Mega-Reichtum der Trumps.

Der Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde Roland Raul erklärt zum Filmstart, dass das Leben der Trumps in New York nicht frei von Tragik war. 

Eigentlich wollten die Trumps damals unbedingt wieder dauerhaft in ihre Heimat zurückkehren. Roland Raul, Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, weiß um die Tragik der Familiengeschichte:

Der bayrische Staat, zu dem die Pfalz damals gehörte, machte den Trumps einen Strich durch die Rechnung. Sie durften nicht zurückkommen, da sie ohne Genehmigung abgehauen waren. 

Dass sein Großvater damals illegal ausgewandert ist, hält Donald Trump ironischerweise nicht davon ab, mit fremdenfeindlichen Äußerungen Schlagzeilen zu machen den Bau eines Grenzzauns zu Mexiko zu fordern.

Kein König der Herzen...

Was halten die Kallstadter eigentlich von ihrem prominenten „Verwandten“? 

Simone Wendel beleuchtet in ihrem Film „Kings of Kallstadt“ die berühmten aus Kallstadt stammenden Familien Trump und Heinz.

„So wie der poltert, ist das nicht so sympathisch“, meint Hans-Joachim Bender, ein entfernter Verwandter Trumps (Die Oma war eine geborene Trump, der Opa war geborener Heinz).

Winzertochter Sarah Bühler findet noch klarere Worte:„Es gibt interessantere Themen als ihn.“ Und: „Die Trauben werden auch ohne den Präsidenten Trump reif.“ 

Dass Donald Trump mal vorbei kommen würde, kann sich Pensionswirtin Veronika Schramm nicht vorstellen. Sein Cousin John, der schon einmal zu Besuch war, sei sehr sympathisch, aber Trump habe etwas von einem „Proleten“ und„Angeber“.

Und was sagt Donald Trump selbst zu seinen Kallstadter Wurzeln? 

Im Dokumentarfilm „Kings of Kallstadt“ kommt der Präsidentschaftskandidat auch selbst zu Wort und kommentiert in bekannter Trump-Manier: Er wäre sicher auch erfolgreich, wenn er in Kallstadt leben würde...

dpa/kp 

Quelle: Mannheim24

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