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Die Explosion am Landeshafen Nord der BASF am 17. Oktober 2016 (Symbolfoto)

BASF-Explosion

Der aktuelle Stand – vier Wochen nach dem Unglück

Ludwigshafen - Genau vier Wochen ist das verheerende Unglück im BASF-Landeshafen her, bei dem vier Menschen sterben und zahlreiche verletzt werden. Wie es den Verletzten geht und wie weit die Ermittlungen sind:

Auch vier Wochen nach der tödlichen Explosion bei der BASF in Ludwigshafen wird an der Unglücksstelle noch ermittelt. „Der Rohrgraben ist noch sichergestellt, und die Untersuchungen der Sachverständigen dauern dort noch an", sagt Hubert Ströber, Leiter der Frankenthaler Staatsanwaltschaft. Bis zur Freigabe des Explosionsorts im Landeshafen Nord werde es noch etwa eine Woche dauern. Die BASF vermutet nach Angaben einer Sprecherin, dass die anschließenden Reparatur- und Sanierungsarbeiten im Hafen einige Monate in Anspruch nehmen werden. 

Explosion erschüttert BASF-Gelände

Mutmaßlicher Urheber des Unglücks schweigt

Der Mitarbeiter einer Fremdfirma, der im Verdacht steht, mit einem Winkelschleifer die falsche Rohrleitung angeschnitten zu haben, schweigt nach Ströbers Angaben weiter. Der falsche Schnitt könnte einen Brand ausgelöst haben, dem die Explosion folgte. Dabei sterben am 17. Oktober drei Menschen, ein vierter erliegt einige Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen. 29 Menschen werden verletzt, sieben von ihnen schwer. Von ihnen liegen nach Angaben der BASF-Sprecherin derzeit noch vier im Krankenhaus. 

Bewegender Gottesdienst für Tote und Verletzte des BASF-Unglücks 

Ströber betont, dass die Staatsanwaltschaft in diesem Jahr nicht mehr mit einer abschließenden Entscheidung über Anklage oder Einstellung der Ermittlungen rechne. Zunächst müsse zusammengetragen werden, was die Sachverständigen herausfänden. Teilergebnisse wolle er nicht veröffentlichen. Außerdem habe der Beschuldigte danach das Recht, Akteneinsicht zu nehmen und sich zu überlegen, ob er nicht doch etwas sagen wolle. 

Ein von der BASF beauftragter externer Gutachter hat bereits Anfang November die Arbeit aufgenommen. „Es geht darum, Unfallursache und -hergang noch einmal zu analysieren." Zudem gehe es um das Thema Anlagensicherheit und um die Frage, in welchem Zustand die Anlagen vor dem Unglück gewesen seien. 

>>> Staatskanzlei: Beschwerde über Sicherheitsmängel bei BASF

Gutachter des LKA untersuchen den Unfallhergang

Bei den Ermittlungen geht es um den Ablauf von Wartungsarbeiten an einer benachbarten Rohrleitung, bei denen ein Winkelschleifer eingesetzt worden war. Zudem geht es um Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem wurden Bodenproben genommen, „weil man von einer Kontamination im Umfeld des Rohrgrabens ausgehen muss", sagt die BASF-Sprecherin. 

Von den gut 20 Anlagen, die nach dem Unglück wegen der gekappten Rohstoffversorgung abgestellt wurden, waren am Donnerstag noch drei außer Betrieb. 41 laufen laut BASF nicht mit voller Kraft. Das Schiff, das bei der Explosion im Hafen gelegen hatte, ist nach intensiver Begutachtung der Schäden am Schiffsaufbau am 8. November in den Hafen nach Duisburg geschleppt worden, wo die restliche Ladung gelöscht wurde.

>>> Hier geht´s zur Sonderseite der BASF-Explosion 

dpa/kab 

Quelle: Ludwigshafen24

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