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Zwischenfall im BASF-Werk (Symbolfoto)

Zwischenfall am Freitag

Betriebsstörung bei BASF: Gemisch benetzt Arbeiter

Ludwigshafen - Bei einem Zwischenfall im BASF-Werk ist ein chemisches Gemisch niedergegangen. Fünf Mitarbeiter einer externen Firma und eine BASF-Mitarbeiterin sind damit in Kontakt gekommen.

Zu der Störung kommt es am Freitagmorgen gegen 8:15, als eine Anlage im Werksteil Nord nach Revisionsarbeiten wieder gestartet wird. Die Sicherheitssysteme reagieren laut BASF wie vorgesehen. Bei der Verbrennung von überschüssigem Gas über eine Fackel, sei kurz eine geringe Menge des Gemisches niedergegangen. Fünf Mitarbeiter einer externen Firma und eine BASF-Mitarbeiterin werden mit dem Gemisch benetzt.

Das Gemisch besteht aus Wasser, Ruß und Rohnaphthalin. Die Mitarbeiter müssen vorsorglich in der Ambulanz begutachtet werden, können aber in den Betrieb zurückkehren. Im direkten Umkreis der Anlage werden fünf Fahrzeuge mit bräunlichen Rußpartikeln verschmutzt und werden von der BASF gereinigt. Die Umweltmesswagen der BASF waren innerhalb und außerhalb des Werksgeländes im Einsatz und stellten im Nahbereich die Niederschläge fest. 

Rohnaphthalin kann BASF-Angaben zufolge Haut- und schwere Augenreizungen verursachen und ferner Krebs und genetische Defekte auslösen. Es ist ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Acetylen. Die zuständigen Behörden seien alarmiert.

Wegen eines Zwischenfalls mit Phosgen im Juni hatte das Umweltministerium in Mainz kürzlich eine Inspektion der TDI-Anlage angekündigt. Erste Termine und Gespräche hätten schon stattgefunden, sagt ein BASF-Sprecher auf Anfrage. Da der Prozess noch laufe, könne man zum Ergebnis nichts sagen.

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dpa/kab

Quelle: Ludwigshafen24

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