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Die Stadt Ludwigshafen kann ihre vorbeugenden Sicherheitshinweise an die Bevölkerung in den nördlichen Stadtteilen zu großen Teilen zurücknehmen.

Stadt Ludwigshafen

BASF-Explosion: Warnung für Anwohner aufgehoben

Ludwigshafen - Nach der Explosion im Landeshafen Nord der BASF gibt die Stadt Ludwigshafen Entwarnung für die Bevölkerung: Die Sicherheitshinweise werden zurückgenommen.

Nachdem die BASF am frühen Abend weitere Informationen vorgelegt hat, habe die Stadtverwaltung die Sicherheitslage überprüfen und neu bewerten können. Das teilt die Feuerwehr Ludwigshafen am Dienstagabend mit. 

BASF-Explosion: Der Tag danach

Viele Bürgerinnen und Bürger hatten über Geruchsbelästigungen in den nördlichen Stadtteilen geklagt. Auch Messungen der Feuerwehr ergaben Auffälligkeiten. Nachdem die Ursache dafür bisher nicht geklärt war, hatte die Stadtverwaltung vorsorglich empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich nicht längere Zeit im Freien aufzuhalten.

Explosion erschüttert BASF-Gelände

Wegen der nun vorliegenden aktuellen Informationen  zum Schadensort kann eine mögliche Gefährdung der Bevölkerung nahezu ausgeschlossen werden. Durch weitere Sicherheitsvorkehrungen am Explosionsort konnten mögliche Gefahren unterbunden werden. Zuvor hatten Messungen der Feuerwehr an der Einsatzstelle erhöhte Werte ergeben. 

>>> Das war der Tag: Chronologie der BASF-Explosion

>>> Der Tag nach der Katastrophe: Alle Informationen im Überblick

Die Sicherheitshinweise werden ab sofort zurückgenommen. Bürger der Stadtteile Pfingstweide, Edigheim, Oppau und Friesenheim können sich nun wieder im Freien aufhalten sowie Fenster und Türen öffnen.Ausnahme ist das Gewerbegebiet Nachtweide: Hier gelten wegen der Nähe zum Ort des Unglücks nach wie vor vorsorglich die bisherigen Sicherheitshinweise. 

Hintergrund: Die aktuelle Lage

>>> Hier geht's zu unserer Themenseite zur BASF-Explosion

Im Landeshafen Nord der BASF kam es am Montag bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse um 11:30 Uhr zu mehreren Bränden und mehreren darauffolgenden Explosionen (WIR BERICHTETEN).

Das Feuer ist mittlerweile gelöscht, eine Person wird immer noch vermisst, zwei Werksfeuerwehrleute sind ums Leben gekommen, acht Personen sind schwer verletzt und liegen teilweise noch auf der Intensivstation, 17 sind leicht verletzt. Geklärt ist mittlerweile, dass Flüssiggas gebrannt hat und es mehrere Explosionen gegeben hat.

>>> Die Pressekonferenz am Dienstag

Jedoch ist immer noch unklar wie es zum ersten Brand gekommen ist, der die Explosionen verursacht hat.

Der Vermisste wird im Hafenbecken vermutet, kann aber wegen des aktuellen Gefahrenlage noch nicht von Tauchern gesucht werden. Die Taucher stehen jedoch bereit und warten auf ihren Einsatz. Einige Leitungen sind immer noch undicht, Flüssiggas läuft weiter in kleinem Umfang aus, eine Überprüfung wird veranlasst.

Wie eine Sprecherin der BASF am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr mitteilt, würden die Vorbereitung zur Suche der noch vermissten Person anlaufen. Eine Suchaktion mit Tauchern im Hafenbecken würde voraussichtlich im Laufe des Mittwochs stattfinden. Entgegen anderer Medienberichte handelt es sich lediglich um eine Vorbereitungsmaßnahme und nicht um die eigentliche Suche nach der vermissten Person.

Feuerwehr Ludwigshafen/kab

Quelle: Ludwigshafen24

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