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Greenpeace teilt am Mittwoch ihre Messergebnisse mit.

Rheinwasser-Proben genommen

Nach BASF-Explosion: Greenpeace-Messergebnisse liegen vor! 

Ludwigshafen – Am Tag der Explosion nehmen, unabhängig von der BASF,  auch Greenpeacevertreter Wasserproben. Sie scheinen nicht davon überzeugt zu sein, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestünde...

Ihr Ergebnis: Im Rheinwasser hätten die Greenpeace-Vertreter keine deutlich erhöhten Schadstoffkonzentrationen registriert. Das habe ein unabhängiges Labor bei der Analyse von Wasserproben festgestellt, die von Greenpeace am Tag des Unglücks ober- und unterhalb des Unfallortes genommen worden seien, teilte die Organisation am Mittwoch mit. 

Die Ergebnisse widersprächen nicht den Messungen von BASF und Feuerwehr, sagt Christiane Huxdorff, Chemie-Expertein der Organisation. Sie sprach von einer guten Nachricht. 

Greenpeace hat keine Luftproben genommen

Luftproben hatte Greenpeace im Unterschied zu BASF und Feuerwehr nicht genommen. Solche Proben seien sehr kompliziert, meint Huxdorff. „Wir mussten das nehmen, was wir nehmen konnten.“ Das Wasser sei auf Stoffe getestet worden, die bei einer Explosion freigesetzt werden oder die bei der Verbrennung von Chemikalien entstehen und mit dem Löschwasser in den Rhein gelangen können. Nach Darstellung der Stadt bestand für die Menschen in angrenzenden Stadtteilen keine Gefahr. Messungen hätten ergeben, dass der höchste Wert des giftigen und krebserregenden Benzols außerhalb der Unglücksstelle immer unter dem Wert gelegen habe, der für Arbeitsplätze akzeptiert werde.

>>> Hier geht‘s zu unserer Sonderseite zur Explosion bei der BASF.

Die genauen Messergebnisse der BASF sowie weitere Infos findest Du online unter www.ludwigshafen.de und auf dem Twitter-Kanal der Stadt. Das Info-Telefon der Feuerwehr unter Telefon 0621/5708-6000 bleibt weiterhin geschaltet.

BASF-Unglück: Schnitt in Rohrleitung festgestellt

Das Unglück wurde möglicherweise durch das fehlerhafte Anschneiden einer Leitung für brennbare Stoffe ausgelöst. Im Rahmen der intensiven Ermittlungen im Bereich der Unglücksstelle konnte ein Einschnitt an einer Rohrleitung festgestellt werden, der offensichtlich mit einer Trennscheibe vorgenommen wurde. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in einer gemeinsamen Meldung mit.

Der mutmaßliche Verursacher - ein Mitarbeiter einer Fremdfirma - habe noch nicht befragt werden können, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber. Der Mann liege schwer verletzt im Krankenhaus und sei nicht vernehmungsfähig. (WIR BERICHTETEN)

Explosion erschüttert BASF-Gelände

Zur Unglückszeit hatten Mitarbeiter einer Fremdfirma an einer Nachbarleitung mit einem Winkelschleifer Wartungsarbeiten erledigt. Die angeschnittene Rohrleitung, in der brennbares Raffinat floss, gehörte nicht zum Auftrag. Der Schnitt habe die Leitung geöffnet, so dass das Material ausgetreten sei, sagt Ströber. „Das hat sich entzündet." Nun müsse geklärt werden, wieso der Schnitt erfolgt sei. „Das ist ja für denjenigen, der das macht, hochgefährlich." Ob der mutmaßliche Urheber des Schnitts auch für die mit Wartungsarbeiten beauftragte Fremdfirma arbeitet, wollte Ströber nicht sagen.

Die Ermittlungsteams und Gutachter konzentrieren sich nun auf den Ablauf der Wartungsarbeiten und die davor getroffenen Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem sollen die Zusammenhänge zwischen dem Schnitt und der Explosion geklärt werden. Dazu werde das betroffene Leitungsstück herausgetrennt werden müssen, sagt Ströber. Weil das nur unter absolut sicheren Umständen erfolgen solle, könne es bis dahin noch einige Tage dauern.

dpa/kp

Quelle: Ludwigshafen24

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