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Einen guten Monat nach dem Vorfall veröffentlicht L. Fotos von seinen Narben im Gesicht.

Engagiertes Eingreifen

Brutale Attacke in Musikpark: Täter gesteht vor Gericht!

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Ludwigshafen/Mannheim – Mitte März kommt es im „Musikpark“ zu einem blutigen Vorfall. Weil er einer Freundin hilft, wird Dominik L. mit einer Flasche attackiert. Jetzt ist der Fall vor Gericht.

„So sieht man aus, wenn man Zivilcourage zeigt!“, schreibt Dominik L. kurz nach dem schockierenden Vorfall in einer Discothek am Berliner Platz Mitte März 2015 auf Facebook. Dazu postet er Selfies von sich aus dem Krankenhaus (WIR BERICHTETEN).

Dominik L. (30) war bei seinem Disco-Besuch einer Freundin zur Hilfe gekommen, weil diese von einem 24-Jährigen belästigt wurde. Für sein Engagement erntet der mutige 30-Jährige aber einen Angriff (WIR BERICHTETEN), der ihn lange Zeit arbeitsunfähig machen sollte: 

Der damals 24-Jährige Grapscher wird aggressiv und schlägt L. mit einer Glasflasche ins Gesicht. Dieser verliert innerhalb weniger Minuten viel Blut, muss im Krankenhaus mit 30 Stichen genäht werden.

Einen guten Monat nach dem Vorfall veröffentlicht L. Fotos von seinen Narben im Gesicht.

Fast zehn Monate später sehen sich die Beteiligten vor Gericht wieder. Bis zu diesem Tag ist der gelernte Webentwickler Dominik L. arbeitsunfähig. Eine Traumatherapie sollte ihm im Herbst helfen, das Geschehene zu verarbeiten. Ab dem 1. Februar ist seine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben abgeschlossen.

Prozessauftakt mit Geständnis

Der 25-jährige wegen Körperverletzung Angeklagte gibt die Tat beim Prozessauftakt zu. Laut morgenweb (12. Januar 2016) habe er„eine angreifende Bewegung wahrgenommen und überreagiert“. Er räumt ein, dass die Tat durch Nichts zu rechtfertigen sei. Der junge Mann aus Fußgönheim entschuldigt sich bei L. für seine Tat in der Discothek, berichtet das morgenweb. Jedoch habe der Angeklagte überraschend ausgesagt, dass Dominik L. ihn mit rassistischen Äußerungen beschimpft habe. Zeugen der Gegenseite sollen das am nächsten Prozesstag bestätigen.

Der Fall ist angesichts der sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Kölner Silvesternacht aktueller denn je. Schon im März bezieht der 30-Jährige auf Facebook klar Stellung zu seinem couragierten Handeln: „Auch wenn ich von der übertriebenen Härte schockiert bin, kann ich ein solches Verhalten gegen Frauen und gegen andere Menschen im Allgemeinen nicht gutheißen und bin schockiert von der Skrupellosigkeit, mit der der Angriff vonstatten ging.“ 

Dieser Beitrag wurde inszwischen fast 100.000 Mal bei Facebook geteilt, mehr als 103.000 Likes bekommt Dominik L. für den Post.

Übrigens macht der junge Mann, der inszwischen auch über 2.000 Abonnenten bei Facebook hat, auch regelmäßig auf seiner Facebook-Seite klar, dass er gegen Fremdenhass und Rassismus ist. 

sag

Quelle: Ludwigshafen24

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