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Schon einige Monate vor dem tödlichen Explosionsunglück bei der BASF in Ludwigshafen hat es eine Beschwerde über Sicherheitsmängel gegeben. (Symbolbild)

Schon Monate vor dem Unglück

Staatskanzlei: Beschwerde über Sicherheitsmängel bei BASF

Ludwigshafen – Wie jetzt heraus kommt, soll schon Monate vor dem tödlichen Explosionsunglück bei der BASF eine Beschwerde über Sicherheitsmängel bei dem Chemieunternehmen eingegangen sein.

Schon einige Monate vor dem tödlichen Explosionsunglück bei der BASF in Ludwigshafen hat es eine Beschwerde über Sicherheitsmängel bei dem Chemieunternehmen gegeben. Da die BASF seine Vorschläge nicht umgesetzt habe, habe er sich schließlich an die rheinland-pfälzische Staatskanzlei und mehrere Bundesministerien gewandt, teilte der Mann am Mittwoch mit, der sich nach eigenen Angaben freiberuflich unter anderem mit dem Thema Arbeitssicherheit befasst.

Eine Sprecherin der Staatskanzlei bestätigte, dass im Mai ein Schreiben eingegangen sei. Mitte Mai habe das Bürgerbüro dem Adressaten geantwortet und ihn zuständigkeitshalber an das Ministerium für Arbeit und Soziales in Mainz verwiesen. Dort hat er sich nicht gemeldet. 

Die BASF wies die Vorwürfe des Mannes zurück. Bei dem Unglück im Oktober starben vier Menschen, 29 wurden verletzt. Der Freiberufler war laut BASF vorübergehend für eine Fremdfirma auf einer Baustelle im Werk im Einsatz. Er beklagt, der Sicherheitszustand werde „bestenfalls“ dem Anforderungsniveau Anfang der 90er Jahre gerecht. Beispiele: Nicht ausreichend umgesetzter Notruf, vorenthaltene Informationen beim Umgang mit giftigen Stoffen, „Führungsversagen bei geplanten Alarmübungen“. Die Vorwürfe seien nicht konkretisiert oder durch Zeugen belegt worden, so die BASF.

Hintergrund

Bei der Explosion im Landeshafen Nord am 17. Oktober werden drei Menschen getötet. Ein weiterer stirbt später im Krankenhaus. Nach Angaben der BASF liegen noch immer fünf Schwerverletzte in Kliniken.

Explosion erschüttert BASF-Gelände

Bislang gehen die Ermittler davon aus, dass ein Mitarbeiter einer Fremdfirma eine falsche Rohrleitung angeschnitten hat. Sie enthielt ein Buten-Gemisch, das vermutlich in Brand geriet und die Explosion einer anderen Leitung verursacht haben könnte.

>>> Hier geht´s zur Sonderseite der BASF-Explosion

dpa/kp

Quelle: Ludwigshafen24

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