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Die Messungen sollen so lange fortgesetzt werden bis ein Nachsorgekonzept mit Blick auf die Reparaturarbeiten erstellt ist. 

Sondersitzung angekündigt 

Nach BASF-Explosion: OB Lohse fordert lückenlose Aufklärung

Ludwigshafen – Auch eine Woche nach der Explosion bei BASF kontrolliert die Stadtverwaltung Ludwigshafen die Luft im Stadtgebiet auf mögliche Schadstoffe. Bis wann diese Maßnahme fortgesetzt wird:

Der Bereich Umwelt hat die Feuerwehr in der Phase der Brandbekämpfung unterstützt und am Wochenende zusammen mit den zuständigen Fachbehörden des Landes und der BASF vor Ort weitere Maßnahmen zur Nachsorge vereinbart. Bei der Stadt wird eine Koordinierungsstelle eingerichtet, in der sich regelmäßig alle Fachbehörden und die Feuerwehr treffen. 

Da es während der jetzt anstehenden Spülungen von Reststoffen in den Leitungen immer noch zu gasförmigen Produktaustritten kommen kann, werden die Messfahrten in einem Sechs-Stunden-Rhythmus fortgesetzt. 

Bis wann werden die Messungen fortgesetzt?

„Diese Vorsichtsmaßnahme behalten wir bei, bis in Absprache mit allen beteiligten Behörden und BASF ein entsprechendes Nachsorgekonzept auch mit Blick auf Reparaturarbeiten erstellt ist. Wir setzen damit unser Konzept aus der Einsatzphase fort, und treffen eine umfassende Vorsorge für die Menschen in der Stadt“, erläuterten Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, Feuerwehrdezernent Dieter Feid und Umweltdezernent Klaus Dillinger.

Die Ergebnisse der Messungen

Die kontinuierlichen Messungen, die die Feuerwehr im Auftrag des Bereichs Umwelt unmittelbar nach dem Schadensereignis am vergangenen Montag aufgenommen hat, haben bisher keine Gefährdung der Bevölkerung ergeben. Sobald ein abgestimmtes Reparaturkonzept vorliegt, werden Messfahrten nur noch dann durchgeführt, wenn an den Rohrleitungen gearbeitet wird. 

Darüber hinaus wurden und werden Untersuchungen des Bodens, des Grundwassers und des Wassers im Hafenbecken in Abstimmung mit den Fachbehörden des Landes durchgeführt. OB Lohse, die ihre Reise abgebrochen hatte, hatte sich am Morgen ausführlich bei der Ludwigshafener Feuerwehr über deren Einsatz sowie die weiteren Schritte informiert. Am Mittag stehen weitere Gespräche mit Vertretern der BASF an. 

OB Lohse fordert eine lückenlose Aufklärung 

Sie erwarte eine lückenlose Aufarbeitung der Vorfälle, betonte die OB. Das nun zu erarbeitende Nachsorgekonzept müsse allen Interessen Rechnung tragen. „Wir erwarten weiterhin seitens BASF Transparenz sowie eine umfassende Information der Öffentlichkeit“, so Lohse. Alles müsse gründlich aufbereitet und sorgfältig bewertet werden. Die Stadt Ludwigshafen plant für Montag, 7. November, in Übereinstimmung mit den Fraktionen, eine Sondersitzung des Stadtrates, der sich mit den Ereignissen bei BASF beschäftigen soll.

Hintergrund

Bei einer Explosion im Landeshafen Nord der BASF sind am Montag, 17. Oktober 2016, drei Menschen ums Leben gekommen. Acht wurden schwer und 22 leicht verletzt. Begonnen hatte die Katastrophe mit einem Brand an einer offenbar leeren Rohrleitung. Warum genau der Brand ausbrach ist derzeit noch unklar. Als die Werksfeuerwehr anrückte, kam es zu der folgenschweren Explosion. Bürger in der Umgebung waren aufgefordert ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Laut Stadtverwaltung Ludwigshafen bestand aber keine Gefahr für die Bevölkerung.

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt.

>>> Hier geht‘s zu unserer Sonderseite zur Explosion bei der BASF

Große Chemie-Katastrophen

Explosion erschüttert BASF-Gelände

BASF-Explosion: Der Tag danach

Stadt Ludwigshafen/kp

Quelle: Ludwigshafen24

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