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Nach Unglück im Landeshafen Nord

BASF beauftragt externen Gutachter

Ludwigshafen - Die BASF hat jetzt einen unabhängigen Sachverständigen mit der Analyse des Unglücks im Landeshafen Nord beauftragt. 

Ziel des Gutachten sei es, den Unfallhergang und die Unfallursache zu analysieren, heißt es in einer Mitteilung des Unternehems am Montag. Dafür würden zum Beispiel die Sicherheit der betroffenen Rohrleitungen und die Organisation des Arbeitsschutzes untersucht. 

Der Sachverständige hat seine Arbeit am 4. November aufgenommen.

Zusätzlich seien Gutachter des Landeskriminalamts mit der Aufklärung des Unfallhergangs beschäftigt. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf den Ablauf der Wartungsarbeiten und die davor stattgefunden Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem seien wegen der Bodenbelastung an der Unglücksstelle Bodenproben genommen und der Kripo zur Verfügung gestellt worden.

Explosion erschüttert BASF-Gelände

Komplizierte Ermittlungen

Im Zuge der Ermittlungen rechnet die Staatsanwaltschaft erst im kommenden Jahr mit einem Ergebnis. „Wir werden in diesem Jahr wohl nicht mehr über Anklage oder Einstellung entscheiden können", sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber am Montag. Die Ermittlungen seien sehr kompliziert. Derzeit würden Sachverständige den Rohrgraben untersuchen, in dem sich die Explosion vor drei Wochen ereignete. Bis Gutachten vorlägen, dauere es noch „geraume Zeit"

Bislang gebe es einen Beschuldigten, sagte Ströber. Der Mitarbeiter einer Fremdfirma, der durch das Anschneiden einer falschen Rohrleitung die Explosion ausgelöst haben könnte, habe über seinen Anwalt mitteilen lassen, derzeit keine Angaben zu machen. Am Freitag hatte die Behörde den Landeshafen Nord wieder freigegeben, die direkte Unglücksstelle bleibt aber beschlagnahmt.  

Der Ludwigshafener Stadtrat hatte für Montag eine Sondersitzung zu dem Unfall angesetzt. Neben Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) und dem Chef der Berufsfeuerwehr sollen auch Mitarbeiter der BASF dabei sein, darunter Werksleiter Uwe Liebelt.

Hintergrund

Bei der Explosion im Landeshafen Nord am 17. Oktober werden drei Menschen getötet. Ein weiterer stirbt später im Krankenhaus. Nach Angaben der BASF liegen noch immer fünf Schwerverletzte in Kliniken.

Bislang gehen die Ermittler davon aus, dass ein Mitarbeiter einer Fremdfirma eine falsche Rohrleitung angeschnitten hat. Sie enthielt ein Buten-Gemisch, das vermutlich in Brand geriet und die Explosion einer anderen Leitung verursacht haben könnte.

>>> Hier geht´s zur Sonderseite der BASF-Explosion

BASF/dpa/kab

Quelle: Ludwigshafen24

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