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Im Müllheizkraftwerk Ludwigshafen werden rund 200.000 Tonnen Müll verbrannt. 

Müllheizkraftwerk Ludwigshafen

HIER werden 200.000 Tonnen Müll verbrannt

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Ludwigshafen-Nord – Eine Million Menschen in der Region produzieren jährlich rund 200.000 Tonnen Müll. Doch wo wird alles entsorgt und verarbeitet? Ein Rundgang durchs Müllheizkraftwerk:

Die Ludwigshafener werden es kennen wie ihre Westentasche – den großen Turm der aus dem Müllheizkraftwerk herausragt und im Winter farbenfroh leuchtet. 

Doch wer weiß, wie es im Inneren des 51 Jahre alte Müllheizkraftwerks aussieht? Wie genau funktioniert die Müllverbrennung? 

Rundgang durch das Müllheizkraftwerk Ludwigshafen

Mit dem kaufmännischen Leiter Kalev Rainer Kalak ‚schnuppern‘ 18 Besucher am Dienstagmorgen in den Müllbunker, schauen in den ‚Höllenfeuer‘-Kessel und wiegen sich auf einer Tonnenwaage. Der Rundgang: 

Der Müllbunker

Täglich fahren Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Ludwigshafen (WBL) durch Ludwigshafen und holen tonnenweise Müll ab – dieser landet am Ende der „Beutetour“, zusammen mit den Müllbergen der Gebietskörperschaften der GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (Worms, Speyer, Bad Dürkheim, u.a.) im Müllbunker des Müllheizkraftwerkes. 

Von der Krankanzel im Müllheizkraftwerk werden zwei Greifarme gesteuert, die rund 2,5 Tonnen Müll in die Verbrennungstrichter schaufeln, in denen der Müll verbrannt wird. Erstaunlich, was Menschen so alle wegschmeißen: von Plastik über Kleider bis zu meterlangen Planen. Sogar Dinge, die nicht in den Restmüll gehören – wie beispielsweise Kaffeemaschinen.

Die Verbrennungskessel 

In den Verbrennungskesseln werden die Müllberge in dem „Höllenfeuer“ des Kessels bei ca. 850 Grad verbrannt. Interessant: Die Schlacke aus nicht verbrennbaren Stoffen (etwa 30 Prozent), wird im Schlackebunker zwischengelagert. Bei einem externen Arbeitsschritt werden Metalle aussortiert, die Schlacke wird dann abtransportiert und unter anderem im Straßenbau verwendet.

Besonderes

Im Oktober 2010 musste das Müllheizkraftwerk einen Großbrand überstehen. Der Wiederaufbau des damals zerstörten Neubunkers und die Inbetriebnahme der neuen Sprühflutlöschanlage im ehemaligen Hallenbad Nord wurde jetzt in 2015 abgeschlossen.

Anekdoten

Kalev Rainer Kasak erzählt während der Führung ein paar lustige und interessante Anekdoten: Einmal gab es große Aufregung, weil „Zinkalarm“ ausgelöst wurde. Die Ursache war eine große Lieferung Babywindeln aus Speyer – das darin enthaltene Babypuder hatte einen so hohen Zinkgehalt, dass die Anlage schließlich Alarm auslöste!

Ein besonderes Angebot für Kinder 

Im sogenannten Freilandklassenzimmer wird Kindern auf dem Gelände des Müllheizkraftwerkes in dreistündigen Unterrichtseinheiten altersgerecht der Weg vom Müll zum Strom erklärt oder auch.

Preisfrage zum Schluss: Wie viel Gewicht bringen alle Besucher der Tour auf die Tonnen-Messwaage? Antwort: Stolze 1.430 Kilo. 

nis 

Quelle: Ludwigshafen24

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