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„Was uns stärker umtreibt, ist die menschliche Tragödie.“, so BASF-Vorstandschef Kurt Bock am Mittwoch.  

Bürgerdialog angekündigt

BASF-Chef will Schaden begrenzen und Transparenz schaffen

Mainz/Ludwigshafen – BASF-Vorstandschef Kurt Bock spricht am Mittwoch vor einem Treffen des Vorstands mit der rot-gelb-grünen Landesregierung in Mainz über den Status Quo und von Zukunftsplänen:

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hofft, dass der wirtschaftliche Schaden der Explosion im Oktober nicht so groß ist wie anfangs befürchtet. „Es gibt wirtschaftliche Konsequenzen“, sagte BASF-Vorstandschef Kurt Bock am Mittwoch vor einem Treffen des Vorstands mit der rot-gelb-grünen Landesregierung in Mainz.

Er fährt aber fort: „Wir werden den wirtschaftlichen Schaden begrenzen können.“ Praktisch alle Anlagen seien inzwischen wieder in Betrieb; bei ein paar Produkten sei die BASF noch nicht wieder lieferfähig. 

„Was uns stärker umtreibt, ist die menschliche Tragödie.“ Bei der Explosion am 17. Oktober kamen drei Menschen ums Leben, ein viertes Opfer starb wenige Tage danach. Rund 30 Menschen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Schnitt bei Arbeiten an einer Rohrleitung das Unglück auslöste. 

>>> Hier geht´s zur Sonderseite der BASF-Explosion

„Wir müssen besser werden“, sagte Bock. „Wir wollen für Transparenz sorgen.“ Erst in dieser Woche musste der Chemiekonzern wegen eines technischen Defekts eine Anlage zur Produktion der Chemikalie TDI herunterfahren, die gut eine Milliarde Euro gekostet hatte. (WIR BERICHTETEN)

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erklärte laut Mitteilung, es gelte, mit größter Sorgfalt die Unglücksursachen herauszufinden, um Lehren zu ziehen. Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) teilte mit, die Regierung wolle verstärkt zur Überwachung der Anlagen beitragen. 

Bürgerdialog am 1. Dezember 

Um einen Schritt in die Richtung zu mehr Transparenz zu machen, plant die BASF zusammen mit der Stadt Ludwigshafen einen Bürgerdialog am 1. Dezember.

Es sei ein gemeinsames Anliegen, die Geschehnisse aufzuarbeiten und weitere umfassende Informationen an die Bürgerinnen und Bürger weiterzugeben

BASF-Vorstandsmitglied Margret Suckale und Dr. Uwe Liebelt, Werksleiter Ludwigshafen, sowie Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, die Beigeordneten Dieter Feid und Klaus Dillinger und weitere Vertreterinnen und Vertreter von Stadtverwaltung und Unternehmen informieren am Donnerstag, 1. Dezember 2016, um 18.30 Uhr, im Bürgerhaus Oppau, Rosenthalstraße 4, in 67069 Ludwigshafen und stehen für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Der Einlass beginnt um 18 Uhr.

kp/Stadt Ludwigshafen/dpa

Quelle: Ludwigshafen24

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