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Die Bildungchancen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich (Symbolfoto).

Bertelsmann-Studie

Mehr Abiturienten in Baden-Württemberg!

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Mannheim/Heidelberg - Mehr Abiturienten, weniger Abgänger ohne (Hauptschul-)Abschluss, mehr Gymnasiasten – Baden-Württemberg steht in einer Studie der Bertelsmann Stiftung gut da.

Haben Kinder aus sozial schwächeren Familien die gleichen Chancen auf Bildung, wie der Nachwuchs der Besserverdiener?

Fakt ist: Nach dem Pisa-Schock hat sich in Deutschlands Schulen eine Menge verbessert. Weniger Jugendliche ohne Schulabschluss, mehr Abiturienten, Aufstieg bei internationalen Leistungsvergleichen. 

Größte Baustelle ist und bleibt jedoch die Chancengerechtigkeit. 

Der am Donnerstag (11. Dezember) veröffentlichte „Chancenspiegel“ der renommierten Bertelsmann Stiftung legt dieses mangelhafte Chancengleichheit im deutschen Schulsystem in den 16 Bundesländern offen – gemeinsam mit Technischer Universität Dortmund und Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Positiv: Die Zahl der Schulabgänger ohne (Hauptschul-)Abschluss ging bundesweit zurück – von 6,9 Prozent (2009) auf 6,0 Prozent (2012). Indes ist die Zahl der Jugendlichen mit Abitur oder Fachhochschulreife von 46,7 auf 54,9 Prozent gestiegen.

Negativ: Die Chancengerechtigkeit in den deutschen Schulsystemen macht zwar stetige, aber nur langsame Fortschritte. Der Bildungserfolg ist stark von der sozialen Herkunft abhängig: So haben Neuntklässler aus höheren Sozialschichten in Mathematik bis zu zwei Jahre Vorsprung vor Klassenkameraden aus bildungsferneren Familien.

Große Unterschiede kristallisierten sich zwischen einzelnen Bundesländern heraus. Jedoch sei kein Land in allen Bereichen „Spitze oder Schlusslicht“. Auffällig teils auch ein Gefälle innerhalb der Länder zwischen städtischen und ländlichen Regionen.

Die Wissenschaftler nahmen „Integrationskraft“ der Schulen, die „Durchlässigkeit“ zwischen den einzelnen Schulformen, die „Kompetenzförderung“ und die „Zertifikatsvergabe“ unter die Lupe.

So zählt Baden-Württemberg im Bereich Zertifikatsvergabe zur Spitzengruppe, bei Durchlässigkeit und Kompetenzförderung zum Mittelfeld sowie bei der Integrationskraft zu den schlechter aufgestellten Ländern.

Im Ländle hat man mit 57 Prozent mehr Abiturienten und mit 5,1 Prozent weniger Abgänger ohne Schulabschluss als der Bundesdurchschnitt. Die Zahl der Grundschüler, die nach der vierten Klasse aufs Gymnasium wechselten stieg auf 43,7 Prozent (2009: 39,6 Prozent). Mit 7,0 Prozent benötigen mehr Schüler sonderpädagogische Förderung als bundesweit (6,6 Prozent).

Nur mühsam kommt nach der Studie der Stiftung der Ausbau der Ganztagsschulen voran. 2012 besuchten 32,3 Prozent der Schüler eine Schule mit Nachmittagsangeboten (2011: 30,6 Prozent). „Der insgesamt langsame Ausbau deckt bei weitem nicht die Nachfrage der Eltern“, so Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Nur 14,4 Prozent der Schüler besuchen Ganztagsschulen, in denen der Schulunterricht über den gesamten Tag gemeinsam im Klassenverband erteilt wird. Laut Expertenangaben wünschen sich jedoch 70 Prozent der Eltern dieses Angebot.

Gerade diese Schulform mit verpflichtendem Ganztagsunterricht biete jedoch gute Rahmenbedingungen, alle Schüler individuell und optimal zu fördern. Vorstand Dräger fordert deshalb einen erheblich schnelleren Ausbau der Ganztagsschulen.

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Hier geht´s zur Studie der Bertelsmann Stiftung

pek

Quelle: Mannheim24

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