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Comedian Bülent Ceylan

Viel Zustimmung für Facebook-Posting

Bülent Ceylan: Verbrecher bestrafen = gut, Sippenhaft = böse!

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Mannheim - Normalerweise setzt sich Bülent Ceylan eher mit den heiteren Themen auseinander. Was aktuell in der Welt passiert, findet aber auch er gar nicht so witzig. Das Facebook-Posting:

Bülent Ceylan – der ‚Monnemer Türk‘ – ist für seine lustige und offene Art bekannt. Gekonnt spielt er in seinen Programmen mit Vorurteilen und Klischees. 

Während er sich in seinem aktuellen Programm ‚Kronk‘ humorvoll auch ernsteren Themen wie dem ‚Intoleranz-Symptom‘ nähert, äußert er sich auf seiner Facebook-Seite sehr klar und ernst zur einer umstrittenen Entscheidung der Stadt Bornheim. 

Weil es in einem Schwimmbad in der Stadt zwischen Bonn und Köln zu verbalen sexuellen Belästigungen gekommen sein soll, wurde als Konsequenz bestimmt, dass alle erwachsenen männlichen Flüchtlinge aus drei umliegenden Unterkünften das Bad nicht mehr besuchen dürfen. Ein generelles Hausverbot wurde erteilt. 

Die Reaktion des Comedians: Er verurteilt die Entscheidung. „Versteht mich nicht falsch, sexuelle Belästigung in jeder Form, egal von und gegen wen, geht überhaupt nicht! Aber eine Gruppe von Menschen unter Generalverdacht zu stellen, ebenso wenig!!“, schreibt Bülent auf seiner Facebook-Seite. 

Hitzige Diskussionen gehen los, der Beitrag wird mehr als 1.000 Mal geteilt und erhält knapp 19.000 Likes. Mit den heftigen Reaktionen hat der Mannheimer vermutlich nicht gerechnet. In einem zweiten Posting äußert er sich nochmals zu dem Thema und bedankt sich bei denen, die in eine sinnvolle Diskussion eingestiegen sind: „Danke an alle, die sich nach dem gestrigen Posting nicht in blindem Hass ergossen haben. Danke an alle, denen neben Schwarz und Weiß immer noch ein breites Spektrum an Farben zur Verfügung steht.

Mit einer kurzen Gleichung bringt er den eigentlichen Inhalt seines Anliegens auf den Punkt: „Verbrecher bestrafen = gut und wichtig, Sippenhaft = böse und brandgefährlich! Und erklärt nochmals ausdrücklich: „Nur das ist, was ich zum Ausdruck bringen wollte. Keine Relativierung von Straftaten, sondern meine Angst davor, wohin sich die Stimmung in diesem Land teilweise entwickelt.“ 

Sein Fazit: „Ich bin der festen Überzeugung, man sollte keine Gruppe von Menschen, ob man sie wegen ihres Geburtslandes, des Glaubens, der Hautfarbe oder der Schuhgröße eingrenzt, gemeinsam für Taten jener verantwortlich machen, die Teil dieser Gruppen sind. Fakt ist: Arschlöcher gibt es überall. Da sind wir uns doch einig.

Mit dieser Erklärung sorgt er wieder für viel Zustimmung. Innerhalb von nur zwei Stunden erhält der Beitrag mehr als 12.000 Likes. 

Nachdem es heftige Kritik an der Entscheidung in Bornheim gegeben hat, will die Stadt das Verbot ab dem Wochenende (23./24. Januar 2016) wieder aufheben. 

mk

Quelle: Mannheim24

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