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Malaika Mihambo (Zweite von rechts) wird erstmals an Olympischen Spielen teilnehmen.

Weitspringerin im Interview

Malaika Mihambo: „Will zeigen, was in mir steckt!"

Mannheim-Innenstadt – Wenige Wochen vor ihrer ersten Olympia-Teilnahme spricht die Heidelbergerin Malaika Mihambo im MANNHEIM24-Interview über das anstehende Highlight in Rio.

Was für eine Woche für Malaika Mihambo (22)! Die Weitspringerin hat bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Amsterdam bereits im Vorkampf die Qualifikation für Olympia perfekt gemacht und anschließend mit 6,65 Metern die Bronze-Medaille gewonnen.

Noch vor wenigen Monaten wäre dieser Erfolg fast undenkbar gewesen. Schließlich ist die 22-Jährige, die an der Uni Mannheim Politikwissenschaft und VWL studiert, aufgrund einer hartnäckigen Verletzung lange ausgefallen. 

>>> Vorfreude pur! ‚Team Rio‘ offiziell verabschiedet <<<

Sowohl die EM als auch Olympia sind zwischenzeitlich schon in weite Ferne gerückt, doch die Weitspringerin (Bestleistung 6,90 Meter) vom TSV Oftersheim hat sich zurückgekämpft und hat sich nun tatsächlich den Traum von einer EM-Medaille und den Olympischen Spielen erfüllt. 

Fotos: Team Rio wird verabschiedet

Bevor das „Team Rio“ nach Brasilien verabschiedet worden ist, haben wir mit der gebürtigen Heidelbergerin über die vergangenen Tage und das anstehende Highlight Olympia gesprochen.

Frage: Frau Mihambo, Sie haben in der vergangenen Woche bei der EM in Amsterdam die Qualifikation für Rio geschafft und dazu auch noch Bronze gewonnen. Konnten Sie das Geschehene überhaupt schon verarbeiten?

Malaika Mihambo: „Nach meiner langen Verletzungspause hieß es in Amsterdam natürlich alles oder nichts – das habe ich geschafft. Ich musste mich jetzt schon erstmal in den Gedanken reinfinden, dass ich nach Rio fahre, aber das ging eigentlich ganz schnell.“

Sie haben bei der EM bereits in der Qualifikation die Olympia-Teilnahme perfekt gemacht. War dann im Finale der ganz große Druck schon weg?

Ja, schon ein bisschen. Das war fürs Finale vielleicht nicht ganz ideal, aber letztlich ist der dritte Platz ein super Ergebnis.“ (lacht)

Wie viele Glückwünsche haben Sie in den vergangenen Tagen erhalten?

„Oh, das waren sehr viele! Ich habe Glückwünsche von Kommilitonen, Freunden, Nachbarn und natürlich auch aus meiner Gemeinde Oftersheim erhalten – alle haben sich mit mir gefreut.“

Jetzt stehen die Olympischen Spiele vor der Tür. Was für ein Ziel setzen Sie sich für Rio?

„Ich will einfach zeigen, was in mir steckt. Was dann letztlich dabei rauskommt, ist egal, wenn ich mein Bestes gegeben habe.“

Haben Sie schon eine Vorstellung davon, was Sie in Rio erwartet?

„Ich bin eher ein Typ, der sich überraschen lässt. Ich will jetzt keine speziellen Erwartungen schüren.“

Für viele Sportler hängt vom Abschneiden in Rio die gesamte Saison ab. Sehen Sie dies ähnlich?

„Das mögen manche so sehen, aber bei mir ist das anders. Ich war so lange verletzt und hatte während meiner dreimonatigen Reha den Gedanken an die EM und an Rio schon beiseite gelegt. Ich musst mich dazu zwingen, den Traum abzulegen, um mich auf meine Reha zu konzentrieren.“

Das „Team Rio“ der Metropolregion Rhein-Neckar ist in dieser Form einzigartig. Was schätzen Sie an diesem Projekt?

„Es ist klasse, dass es so ein Projekt gibt! Es ist einfach schön, dass man auch Sportler aus anderen Sportarten kennenlernen kann und dass man sich wirklich wie ein Team fühlt.“

>>> Diese Sportler aus der Metropolregion sind in Rio dabei

nwo

Quelle: Mannheim24

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