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Mannheimer und Heidelberger sind Spitzenreiter in der pro Kopf Verschuldung.

Höchste Verschuldung im Südwesten

Rote Laterne für Mannheim und Heidelberg!

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Baden-Württemberg - Obwohl die Südwest-Metropolen und auch die Großstädte in Rheinland-Pfalz fleißig Schulden abbauen, sind die Kassen in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen leer. 

Ganz schlechte Kunde so kurz vor der Weihnachtszeit: Während der Nikolaus-Sack prall gefüllt ist, sind die Stadt-Säckel in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen leer...

Denn während Mannheim und Heidelberg traurige Schulden-Spitzenreiter unter den Südwest-Städten sind, hat Ludwigshafen sogar knapp die ‚Bronze-Medaille‘ bundesweit verpasst!

Die Chemie-Stadt belegt mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 6.855 Euro deutschlandweit den unrühmlichen vierten Platz – hinter Oberhausen (8.596 Euro), Offenbach (8.037 Euro) und Hagen (7.033 Euro). 

Die Großstädte in Rheinland-Pfalz haben im Vergleich der westdeutschen Flächenländer laut Studie die höchste Pro-Kopf-Verschuldung. 

Dagegen geht Ludwigshafen nun aktiv vor: 

Die Stadt hat eine Anleihe herausgegeben, um Kredite zurückzubezahlen. Die Anleihe über 150 Millionen Euro ging am Donnerstagmorgen in den Markt, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Dabei handelt es sich um ein Wertpapier, für das die Investoren Zinsen bekommen. Der Gesamtschuldenstand der Stadt beträgt derzeit rund 1,1 Milliarden Euro. Mit der Städteanleihe löst die Kommune Kredite mit kurzer Laufzeit ab und erhofft sich eine Verringerung der Zinslast - und langfristig eine Tilgung der Schulden.

Im Rathaus Mannheim stieg man zwar mächtig auf die Schuldenbremse und verringerte das Minus, dennoch bleibt die Quadratestadt die Metropole mit der größten Verschuldung pro Kopf im Südwesten:1.597 Euro

Da Heidelberg mehr Kredite aufgenommen hat, belegt die Stadt hinter Mannheim Rang zwei. 

Generell stehen die Großstädte in Baden-Württemberg im Bundesvergleich gut da: Fünf der neun Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern haben in den vergangenen drei Jahren Schulden abbauen können, so die aktuelle Studie der renommierten Wirtschaftsprüfer Ernst & Young.

Es seien jedoch „v or allem die ohnehin gering verschuldeten und wirtschaftsstarken Städte, die die hohen Steuereinnahmen nutzen können, um ihre Verbindlichkeiten abzubauen“, stellte Hans-Peter Busson von Ernst & Young fest.

Ernst & Young analysierte die Schulden der Kernhaushalte von Städten mit mehr als 100.000 Einwohner, ließen jedoch die Verschuldung der Eigenbetriebe außen vor. 

dpa/mk

Quelle: Mannheim24

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