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Kurz vor der Kinopremiere treffen wir Gonca und Benedikt wieder an einem der Drehorte des Mannheimfilms - im Nelson.

Premiere am 5. Mai

„Mannheim – der Film“: Hauptdarsteller im Interview

Mannheim - ‚Mannheim - der Film‘ feiert am 5. Mai Premiere. Was verbindet die Hauptdarsteller Selale Gonca Cerit und Benedikt Crisand mit der Stadt und was waren ihre schönsten Momente beim Dreh?

MANNHEIM24 trifft die beiden Hauptdarsteller in einer der Drehlocations – der Kiezkneipe „Nelson“ im Jungbusch. 

Im Film  „Mannheim – Neurosen zwischen Rhein und Neckar“ spielt Selale Gonca Cerit die deutsch-türkische Popakademie-Studentin Aylin, die die Mitglieder einer Blues-Band und besonders den Italiener Enzo, gespielt von Benedikt Crisand, gehörig aus der Fassung bringt.

Eine Szene im Film: Enzo und Aylin genießen einen Kaffee in der Café-Bar Nelson im Jungbusch. Fast ein Jahr nach dem Dreh trifft MANNHEIM24 die beiden dort wieder und spricht mit ihnen über den Film und die bevorstehende Premiere: 

Wie seid ihr zu „Mannheim - der Film“ gekommen? 

Benedikt: „Ein Kumpel hat beim Crowd-Funding mitgemacht und mir davon erzählt. Ich habe dann die Leute angeschrieben und sie wussten gleich, dass ich der Enzo-Typ bin." 

Gonca: „Witzigerweise hat mich Benedikt auf den Film aufmerksam gemacht. Wir kennen uns nämlich von früher, da wir in Mannheim zusammen Schauspielunterricht hatten. Er meinte dann: 'Hey Gonca, ich weiß von einer Rolle, die wäre was für Dich!' Dann bin ich zum Casting und sie habe mich genommen!"

Benedikt: „Sie haben eine Deutsch-Türkin aus Mannheim gesucht. Sie sollte sympathisch sein. Beim Casting haben sie sich dann sofort in sie verliebt.“ 

Sehr interessant, da ihr euch vorher kanntet und dem Film ein Liebespaar spielt, stellt sich die Frage ob ihr auch in Wirklichkeit mal was miteinander hattet?

Gonca lacht. 

Wirst du mir die Frage nicht beantworten?

Gonca lacht immer noch: „Nein.“

Nein, ihr hattet nichts miteinander, oder nein, du willst mir die Frage nicht beantworten? 

Hört immer noch nicht auf zu lachen: „Nein... Ich dachte schon, dass so eine Frage kommen wird, wenn wir ein Liebespaar spielen!“

Was ist so toll an Mannheim?

Gonca: „Mannheim ist wie Berlin – nur kleiner. Hier ist immer was los, es ist bunt, hat eine Subkultur. Aber auch so eine Derbheit, weil es ja eine Arbeiterstadt ist. Das mag ich an Mannheim. Außerdem ist es natürlich meine Heimat. Ich wohne jetzt zwar in Berlin, aber hier lebt meine Familie, meine vier Schwestern. Da ich ein Familienmensch bin, bin ich ja auch immer noch so oft hier. Während der Dreharbeiten, besonders wenn ich mit Rainer zusammen war, wollte ich auch immer monnemerisch babble, aber ich durft ja net!

Ich hab mich auch sehr gefreut, dass wir Szenen im Jungbusch spielen. Ich habe ja auch hier im Jungbuschzentrum bei der Lisa Monzetti Theater gespielt. Gegenüber haben wir auch mit Bülent Ceylan Workshops gehabt, er hat uns zu seinen Shows und in den VIP-Bereich eingeladen. Als er noch nicht so berühmt war und noch Shows im Capitol gehabt hat.“ 

Benedikt: „Mannheim ist schön, ich mag den Duft im Süden. Kann man das so sagen? Ich mag den Duft Mannheims? Das hört sich an wie ein Groschenroman. Ich glaube, wenn ich in der Neckarstadt wohnen würde, würde mir der Geruch nicht so gut gefallen, mit der Schokinag um die Ecke. Ich mag auch die Innenstadt mit den Cafés. Ich bin auch gerne am Paradeplatz und beobachte die Leute. Mannheim ist ja auch meine Heimat, da fühlt man sich automatisch verbunden.“ 

Showdown am Wasserturm

Was war für euch der schönste Moment während der Dreharbeiten? 

Gonca: „Es gab so viele coole Momente. Es war ja auch so toll, mit vier Männern zu drehen. Die stehen im Film ja auch irgendwie alle auf mich – (lacht) also auf Aylin. Es war schon ein cooles Gefühl so umworben zu werden und man muss auch einfach sagen: Männer sind auch irgendwie umkomplizierter als Frauen. 

Was superwitzig war, ist völlig ungeplant während eines Fußballspiels passiert. Ich sollte da auf das Feld stürmen und was auf Türkisch schreien. Meine Schwester war auch da weil sie die Kostüme gemacht hat und sie hat sich vor Lachen gar nicht mehr eingekriegt! Ich sollte im Film nämlich etwas zu meinem türkischen Bruder rufen. In Wirklichkeit habe ich ja gar keinen und dann hab ich überlegt, was man seinem Bruder denn so zurufen könnte, und habe dann geschrien: Komm zeig was du drauf hast...mein Löwe!“

Benedikt: „Jede Szene hatte was Schönes. Ich mochte es, mit der Vespa herumzudüsen. Die ist dauernd ausgegangen. Da war der Besitzer mit seinem kleinen Werkzeugkoffer dabei und hat den wirklich immer mit ein paar Handgriffen repariert. ‚Ach, das passiert öfter mal‘, hat er gesagt. Die Szene am Wassertum hat auch Spaß gemacht, obwohl es so kalt war.“

Dramatische Szenen an der Popakademie...

Gab es noch Pleiten, Pech und Pannen am Set?

Benedikt: „Ein witziger Moment war, als wir in der Kunsthalle nicht gehört haben, dass der Regisseur ‚Und bitte!‘ gesagt hat und er aber einfach gedreht hat. Uns sieht man aber nur hinten.“

Gonca: „Ich fand es eigentlich noch witzig, als ich euch in der Popakademie animieren musste. Ich war mit meinen Privatklamotten da, war fix und fertig und dann Animationsdame für die Jungs. Ich hab alles gegeben, damit die Jungs es nicht zu schwer haben.“ 

Benedikt, war es einfach für dich zu spielen, dass du verliebt in Aylin bist?

Benedikt: „Natürlich, sie ist ja auch eine wunderschöne Frau. Es war nicht schwer, weil sie auch zum Beispiel in der Popakademie auf die Bühne gegangen ist und einfach gerockt hat. Dadurch dass wir uns schon kannten, gab es auch eine gewisse Vertrautheit.“

Gonca: „Da gab es schon eine gewisse Chemie zwischen uns. Wenn ich spiele, fühle ich auch wirklich die Emotionen, die ich rüberbringen will. Das hört sich jetzt irgendwie doof an. Aber ich war dann eigentlich wirklich in ihn verliebt.“

Hattet ihr mit so einer großen Resonanz auf den Film gerechnet?

Gonca: „Ich hatte es gehofft. Ich dachte, dass es ja so ein toller Film ist mit echten ‚monnemer‘ Schauspielern. Und dann habe ich auf Facebook gesehen, wie viele die Seite liken und sich auf den Film freuen – das war schon toll. Ich krieg auch ganz viele Anfragen ob der Film auch in Berlin und München laufen wird. Schauen wir mal, wie er hier ankommt und dann wird er ja vielleicht auch in größeren Städten laufen. Daumen drücken!

Er ist aber auch so zuckersüß geworden. Ich weiß, die Mannheimer werden ihn lieben. Ich habe ihn ja schon gesehen, ganz unspektakulär abends in den Laptop rein, im Pyjama. Meine Schwestern wollten unbedingt mitschauen, aber ich habe nein gesagt und ihn ganz alleine geschaut! Wirklich ein zuckersüßer Film.“

Benedikt: „Mit so einer großen Resonanz hätte ich wirklich nicht gerechnet. Als der erste Teaser herausgekommen ist, wurde der ja schon innerhalb von vier Tagen über 50.000 Mal angeschaut. Der Trailer ist mittlerweile bei 180.000 Aufrufen.“

Gonca: „Echt, so viele? Toll finde ich auch, dass wir die Förderung für die Post-Produktion gekommen haben.“

Benedikt: „Die Likes sind durch den Trailer auch enorm hochgegangen. Ich glaube er wird gut ankommen. Zumindest wissen jetzt viele Leute darüber Bescheid. Ich werde auch ständig angesprochen. Als ich letztens in der Stadt war, haben mich alte Schulkameraden angesprochen und gemeint, dass der Trailer im Kino kommt. Das ist schon was, Mannheim zwischen Hollywoodfilmen...“

>>>Interview mit Drehbuchautor Daniel Morawek

>>> Gewinne zwei Karten für die Filmpremiere!

kp

Quelle: Mannheim24

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