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Die Kinder auf dem Sportplatz der Konrad-Duden-Schule geben beim Start der Straßenfußball-WM 2016 alles.

Am 6. Juni gestartet

Mannheimer „Straßenfußball-WM“ soll Zusammenhalt fördern!

Mannheim – An neun Spieltagen verwandeln sie Straßen und Schulhöfe in ein riesiges Fußballfeld. Doch es geht nicht darum wer die meisten Tore schießt: 

Bei der „Straßenfußball-WM“ in Mannheim, bei der Schüler Weltmeisterschaft spielen, geht seit Montag vor allem um Fairplay und Zusammenhalt. Ab dem 6. Juni messen sich 700 Kinder und Jugendliche aus der Stadt - in den Trikots verschiedener Länder - an neun Spieltagen bei dem Turnier auf Straßen und Schulhöfen. 

„Mann, beinahe hätten wir es geschafft“, sagt der 14 Jahre alte Kevin aus der 6b der Werksrealschule und schüttelt den Kopf. Er trägt sein blaues T-Shirt „Frankreichs“. 

Es riecht nach gemähtem Gras. Die Mittagssonne brennt unerbittlich auf das Gelände, das sich die Konrad-Duden-Werkrealschule und die gleichnamige Realschule teilen. Hubert, sein Teamkollege, legt Kevin die Hand auf die Schulter und sagt, „das nächste Mal gewinnen wir wieder, bestimmt“.

Die Jungs sind sich schnell einig. Alena, die Mitspielerin, muss es richten. „Sie spielt richtig gut“, sagt der zwölf Jahre alte Hubert.

Zusammenhält ist wichtig für Erfolg

Diese Momentaufnahme zeigt, worum es eigentlich bei diesem Turnier geht, das seit 2002 in Mannheim ausgetragen wird. „Durch Freude am gemeinsamen Spiel, erleben Mädchen und Jungen, wie wichtig Zusammenhalt für den Erfolg ist, sagt Stefan Quickert, einer der Organisatoren der Mannheimer Jugendarbeit.

Das besondere Torezählen

Tore eines Teams zählen etwa nur dann, wenn neben den Jungs auch Spielerinnen getroffen haben. Das stelle sicher, dass Mädchen ins Spiel integriert werden. „Am Ende geht es nicht nur um die Tore, sondern auch um das Verhalten gegenüber Mitspielern und Gegnern“, sagt Quickert.

Die „Mannheimer WM“ habe einen pädagogischen Stellenwert. „Schüler lernen spielerisch, ihr Verhalten selbstkritisch zu bewerten“, sagt er. Das sieht man beim Landessportverband in Stuttgart auch so. Präsident Dieter Schmidt-Volkmar nennt das Konzept der Straßenfußball-WM „einzigartig“. Die Verknüpfung von Bildungsinhalten mit Fußballthemen biete jungen Menschen einen ganz neuen Lern- und Erfahrungsraum, betont er.

Was sehr erwachsen klingt, kommt am Ende bei den Kindern an. Davon ist auch Hans-Peter Jester, der Leiter der Werkrealschule, überzeugt: „Nach einem solchen Turnier nehmen Schüler schlicht mehr Rücksicht aufeinander“, beobachtet er. 

Gewinnen ist nicht alles

Die 14 Jahre alte Maya aus der 6 a drückt es so aus: „Gewinnen ist gut. Mir geht es aber vor allem darum, dass wir gut zusammenspielen“, sagt sie. Jetzt muss sie aber los. Bald ist ihr Team an der Reihe.

dpa/kp

Quelle: Mannheim24

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