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Heino (76) bei seinem Besuch in Mannheim beim Interview.

Tour ist ihm wichtiger

Schlager-Rocker Heino: (Leider) keine Zeit für „DSDS“!

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Mannheim-Neckarau – Wie gut er wirklich mit Pop-Titan Dieter Bohlen kann? Warum ihn seine Frau Hannelore daheim ‚rausekelte‘? Alles zu seiner Tour – Heino (76) verrät es im Interview:

Unglaubliche 98 Prozent der Deutschen kennen ihn – und wir nach diesem lockeren Interview auch ein bisschen besser...

Die Rede ist vom blonden Schlagerbarden mit der Sonnenbrille: Heino (76).

Nach 50 Jahren auf der Bühne mit deutschen Volksliedern („Rosamunde“, „Die schwarze Barbara“) hieß es im Jahr 2013 plötzlich ‚Heino reloaded‘ – er erfindet sich neu und wird zum Rocker in Lederkluft! 

Vor dem Start seiner mit Spannung erwarteten Tour am 3. Oktober (Oberhausen) ist Heino am Montag zu einem Blitzbesuch in Mannheim. Dort steigt am 9. Oktober (20 Uhr) sein bereits fast ausverkauftes Konzert in der „Alten Seilerei“.

Heino (76) freut sich auf sein Mannheim-Konzert

Das Interview

Was dürfen die Fans erwarten, wenn sie am 9. Oktober in die Alte Seilerei kommen?

Heino: „Richtige Rockmusik mit einer aufgemotzten Band! Nicht sechs Mann, wie man üblicherweise Rockmusik macht, sondern ich habe noch vier Bläser und drei Chorleute dabei. Also insgesamt stehen wir mit zwölf Mann auf der Bühne und lassen es rocken – von dem Album ‚Mit freundlichen Grüßen‘ und ‚Schwarz blüht der Enzian‘. Alle meine Hits. In Mannheim sind wir richtig eingespielt, werden 90 Minuten Vollgas geben!

Noch immer ist keine Abschiedstour in Aussicht?

Heino: „Nein, jetzt nicht mehr. Jetzt fangen wir erst richtig an! Bei meiner Abschiedstour 2005 hatte ich das meiner Frau Hannelore versprochen, war dann aber ungenießbar Zuhause. Wenn man nach 50 Jahren Musik ein Jahr daheim sitzt und macht dann von heute auf morgen gar nichts mehr – das ist mir nicht gut bekommen! Deshalb sagte sie: ‚Geh lieber wieder singen, dann habe ich meine Ruhe.‘ Und dann bin ich eben wieder Singen gegangen... Seither bin ich wieder voll im Geschäft.

... und treten in Wacken vor 80.000 Metal-Fans auf...

Heino: „Wacken war einmalig! Das Büro von Rammstein-Sänger Till Lindemann rief mich an und fragte, ob ich mir vorstellen könne, mit den Jungs dort aufzutreten. Klar, konnte ich mir das vorstellen! Gut, dass ich das gemacht habe. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht! Die Jungs waren mir gegenüber sehr diszipliniert, tolerant und respektvoll.
Aber auch das ganze Publikum: Die jungen Leute sind wesentlich cooler drauf als in den 60er, 70er und 80er Jahren. Heute ist alles easy. Seit drei Jahren habe ich viel Kontakt zu jungen Leuten und bin wirklich positiv überrascht und begeistert, wie freundlich die zu mir sind! 
Es macht mir riesigen Spaß, für diese Generation zu singen. Und ich glaube, die haben auch Spaß, mich nochmal zu sehen...

Erinnern Sie sich an das erste Rock-Konzert?

Heino: „Aber klar! In der ‚Großen Freiheit‘ Hamburg hatte ich im Sommer 2013 meinen ersten Auftritt als Rocker überhaupt, war etwas nervös. Doch als ich Backstage 1.600 Fans habe singen hören: ‚Heino ist die geilste Sau der Welt, Heino ist die geilste Sau der Welt!‘ – da ging mir das Herz auf. Und da haben die ja nicht ganz unrecht (lacht).
Durch das Album ‚Mit freundlichen Grüßen‘ habe ich mein Publikum innerhalb eines Jahres um 40 Jahre verjüngt. Die Generationen, für die ich zu Beginn meiner Karriere gesungen habe, leben schon lange nicht mehr. Generell sind bei volkstümlichen Konzerten mehr junge Leute als ältere. Meine jahrzehntelangen Fans nehmen mir die Rock-Schiene übrigens komischerweise gar nicht krumm...

Stichwort ‚junges Publikum‘: Sehen wir Heino nochmal in der RTL-Show „DSDS“?

Heino: „Die Zusammenarbeit mit Dieter (Bohlen, Anmerk. Red.) hat mir sehr viel Freude bereitet! Eine rundum positive Erfahrung für mich, die mich sogar bei Kindern bekannt machte, die mich auf der Straße erkennen und nach Autogrammen fragen. Aber da meine Tour schon lange feststand, war die Entscheidung für mich gefallen, ob ‚DSDS‘ oder Tour. Beides geht nicht parallel.
Man hört ja immer so manche Geschichte, aber Dieter war sehr nett! Er ist hochprofessionell, hat viele Welthits geschrieben. Finde toll, was er so für lockere Sprüche drauf hat. Das beidseitige Interesse ist da, ‚DSDS‘ für mich 2016 durchaus denkbar...

Schon Pläne für ein neues Album nach der Tour?

Heino: „Wir haben Ideen und es wird was Neues geben! Aber was genau, weiß ich noch nicht. Erst mal abwarten, was sich bei der jetzigen Tour für Impulse ergeben. Ich bin ja nicht unter Zeitdruck! Mit fast 77 Jahren lässt man sich ja nicht mehr so leicht unterbuttern... 
Dies könnte auch ein Album ‚Mit freundlichen Grüßen II‘ werden – es gibt noch so viele deutsche Nummern zu singen. Oder warum nicht mal englische Rock-Klassiker von AC/DC & Co. covern? Man könnte auch deutsche und englische Songs mischen.

Wäre das Dream-Team Heino und Pop-Titan Bohlen auch musikalisch denkbar? 

Heino: „Ich bin sehr gut mit Dieter klargekommen!  Es ist geplant, mal gemeinsam mit ihm ins Studio zu gehen! Doch auch dies ist ein Zeitproblem – er hat genau wie ich viele Verpflichtungen. Ich würde gerne mit ihm zusammenarbeiten.

Was hört Heino privat? Deutsche Künstler wie Jan Delay, dessen „Liebes Lied“ Sie gecovert haben?

Heino: „Nein, Jan Delay kann ich mir gar nicht anhören! Wenn der Singen könnte, hätte ich ja da kein Problem damit – aber so...

Abschlussfrage: Geht Heino aufs Münchner Oktoberfest?

Heino: „Nein, ich werde diesmal nicht hingehen! Man muss ja nicht alles mitmachen. Die letzten vier Jahre war ich immer dort, aber einmal muss ja auch Schluss sein.  Ich hasse es, gedrängt in solchen Menschenmassen zu sein – da kann immer mal was passieren! Außerdem bräuchte ich bei 10.000 bis 12.000 Menschen in so einem Zelt 45 Minuten zur Toilette und wieder 45 Minuten zurück zu meinem Platz. Muss nicht sein. Dafür freue ich mich um so mehr auf Mannheim!

+++

Vielen Dank für das Interview und auf ein Wiedersehen am 9. Oktober in der „Alten Seilerei“...

>>>Yeah! Schlagerbarde Heino (76) will Mannheim rocken

pek

Quelle: Mannheim24

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