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Der milde Winter hat die MVV Energie eiskalt erwischt.

Ergebnisse: 1. Quartal

Milder Winter lässt Gewinne der MVV Energie schmelzen

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Mannheim - Was den privaten Geldbeutel freut, ist des Energieversorgers Leid: Der milde Winter sorgt für schlechte Ergebnisse bei der MVV Energie. 

Was die private Haushaltskasse freut, macht bei den Energieversorgern in Deutschland in diesem Jahr einen dicken Strich durch die Rechnung: Auch beim Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie hinterlässt die außergewöhnlich milde Witterung in den zurückliegenden Wintermonaten ein kräftiges Minus in der Unternehmensbilanz. 

Der milde Winter belastet das Ergebnis: Im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres ging witterungsbedingt der Wärmeabsatz um rund neun Prozent gegenüber den – ebenfalls sehr milden – Vergleichsmonaten Oktober und Dezember 2013 zurück. 

Der Gasabsatz des gesamten Konzerns sank um 12 Prozent. Gleichzeitig ist auch die Stromerzeugung aus den Windkraftanlagen der Unternehmensgruppe auf vergleichbarer Basis um 16 Prozent zurückgegangen – das Windaufkommen war einfach zu gering.

Ein Rückgang in Umsatz und der Ergebniskennzahlen ist die Folge: Der Gewinn nach Zinsen, Steuern und Anteilen anderer Aktionäre ist entsprechend um 20 Prozent auf 32 Millionen Euro gesunken. 

Da das Wetter so schnell nicht umschlagen wird, sollen sich die entsprechenden Einbußen auch auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahrs auswirken. Zusätzlich rechnet das Unternehmen aufgrund von Verzögerungen beim Bau des abfallgefeuerten Heizkraftwerks im englischen Plymouth mit einer späteren Inbetriebnahme – das wird ebenfalls ein Loch in die Kassen schlagen.  

Für das Gesamtjahr 2014/2015 hat das Unternehmen bei der Vorlage seines Geschäftsberichts im letzten Dezember aus operativer Sicht eine Ergebnisprognose zwischen 180 bis 195 Millionen Euro im Vorjahr abgegeben. Dr. Müller: „Dieses Ziel ist ambitionierter geworden.

Das eigene Investitionstempo bleibt trotzdem unverändert hoch: Allein in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat die Unternehmensgruppe 191 Millionen Euro – und damit mehr als das Doppelte als im gleichen Vorjahreszeitraum (82 Millionen Euro) – investiert. 

Dieses Wachstum führt auch zu einem Beschäftigungsaufbau: So stieg die Zahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um 102 auf nunmehr 5.207 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Schwerpunkte dieser Investitionen bildeten auch die Partnerschaft mit der Juwi AG und die Übernahme der Windwärts Energie GmbH, mit denen die Wertschöpfungskette im Bereich der Projektentwicklung erneuerbarer Energie erweitert und die Kompetenzen bei der Betriebsführung ausgebaut wurden. 

MVV Energie/mk

Quelle: Mannheim24

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