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Streit um Gemälde-Fotos: rem bekommen wieder Recht!

Mannheim/Stuttgart – Im Rechtsstreit zwischen den rem und einem Besucher, der Fotos von Gemälden und Ausstellungsstücken auf Wikipedia veröffentlicht hat, ist nun eine weitere Entscheidung am Landgericht gefallen.

Der Urheberrechtsschutz an einem Bild endet 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers. Aber wie ist die Rechtslage, wenn es sich um Objekte aus der Antike handelt oder das alte Gemälde später abfotografiert wird?

Nachdem ein Besucher der Reiss-Engelhorn-Museen Fotos von Gemälden und antiken Ausstellungsstücken bei Wikipedia veröffentlicht hat, gingen die Reiss-Engelhorn-Museen rechtlich dagegen vor. Nun hat das Landgericht Stuttgart in einem wegweisenden Urteil klargestellt, dass allein das Museum darüber entscheiden darf, wer Fotos von Ausstellungsgegenständen ins Netz stellen darf. Natürlich nur, wenn das Museum auch das Eigentumsrecht an den Gegenständen besitzt. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

„Wir möchten kontrollieren, dass etwas, was uns gehört, nicht in falsche Hände gerät“, erklärt Museumsdirektor Alfried Wieczorek im Zuge des ähnlichen Rechtsstreits vor dem Berliner Landgericht im Juni 2016 (WIR BERICHTETEN). Im Museum herrschten deswegen klare Regeln, ein generelles Fotografierverbot in den Ausstellungsräumen. 

Zum Urteil der Stuttgarter Richter sagt er: „Wir möchten betonen, dass wir große Sympathie für das Projekt Wikipedia haben.“ Allerdings sei es nicht nachvollziehbar, dass ein einzelner Autor, wie der Besucher, Abbildungen der aufwändig durch das Museum zur Verfügung gestellten Objekte über das Internet zu verbreiten und auch für die gewerbliche Nutzung zugänglich zu machen.

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Quelle: Mannheim24

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