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Wegen der Vogelgrippe gelten in einer 500-Meter-Zone um das Rheinufer besondere Sicherheitsmaßnahmen.

Keine Gefahr für Menschen

Vogelgrippe: Sicherheitszone entlang des Rhein

Rhein-Neckar-Kreis - Wegen des aktuellen Ausbruchs der Vogelgrippe bereitet das Landratsamt Sicherheitsmaßnahmen vor. Die gute Nachricht: Eine Gefahr für Menschen besteht derzeit nicht.

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe hat das Agrar- und Verbraucherschutz-Ministerium des Landes besondere Maßnahmen angeordnet.

Die „Biosicherheitsmaßnahmen“ betreffen das baden-württembergische Rheinufer auf einer Breite von 500 Meter

Ab Freitag gelten per Allgemeinverfügung durch das Veterinäramt und Verbraucherschutz des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis für eine Zone von 500 Metern entlang des durch den Landkreis verlaufenden Rheinabschnitts die entsprechenden Biosicherheitsmaßnahmen. 

Diese betreffen alle dort gelegenen Geflügelhaltungen – zum Beispiel Haltungen von Hühnervögeln einschließlich Puten, Enten, Gänsen. 

Biosicherheitsmaßnahmen im Einzelnen

Generell ist zu beachten: 

  • Die Eingänge zu den Geflügelhaltungen sind mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion zu versehen (Desinfektionswannen oder- matten). 
  • Der Zukauf von Geflügel über Geflügelmärkte, Geflügelbörsen oder mobile Geflügelhändler ist verboten

Geflügelhaltungen auch mit weniger als 1.000 Stück Geflügel müssen außerdem beachten: 

  • Beim Betreten der Geflügelhaltungen ist Schutzkleidung anzulegen. Bei Verwendung von Einwegkleidung ist diese unverzüglich nach Gebrauch unschädlich zu beseitigen. 
  • Nach jeder Einstallung oder Ausstallung von Geflügel sind die dazu eingesetzten Gerätschaften zu reinigen und zu desinfizieren und nach jeder Ausstallung sind die freigewordenen Ställe einschließlich der dort vorhandenen Einrichtungen und Gegenstände zu reinigen und zu desinfizieren. 
  • Transportmittel für Geflügel (Fahrzeuge und Behältnisse) sind nach jeder Verwendung zu reinigen und zu desinfizieren
  • In der 500-Meter-Zone dürfen außerdem weder Geflügelbörsen und Märkte sowie Veranstaltungen anderer Art, bei denen Geflügel verkauft oder zur Schau gestellt wird, stattfinden. 

Derzeit keine Gefahr für Menschen

Diese Maßnahmen sind ausdrücklich als reine Vorsichtsmaßnahmen zu verstehen, die verhindern sollen, dass durch infizierte Wildvögel die Vogelgrippe in Hausgeflügelbestände eingeschleppt wird. Derzeit besteht keine Gefahr für den Menschen“, erklärt Ordnungsdezernent Christoph Schauder

Die beschriebenen Maßnahmen dienen der Vorsorge und werden auch weiterhin durch gezieltes Wildvogelmonitoring begleitet. Das Monitoring soll dabei helfen, eine Einschleppungsgefahr hochansteckender Grippeviren, die über die Luft übertragen werden, durch Wildvögel möglichst frühzeitig zu erkennen – so wie es am Bodensee gelungen ist. 

Auch wenn sich die Allgemeinverfügung nur an Geflügelhaltungen in der beschrieben 500-Meter-Zone richtet, empfiehlt das Landratsamt allen Geflügelhaltern im Landkreis zum Schutz ihrer Bestände, auch der Kleinstbestände, Vorkehrungen im Sinne der genannten Maßnahmen zu treffen“, so der Leiter des Kreis-Veterinäramtes, Dr. Lutz Michael

Besonders weist das Veterinäramt und Verbraucherschutz in diesem Zusammenhang auf die Meldepflicht aller Geflügelhalter im Rhein-Neckar-Kreis hin. Wer diese Verpflichtung bisher noch nicht erfüllt hat, wird gebeten, die Meldung beim Veterinäramt und Verbraucherschutz in Wiesloch unverzüglich nachzuholen.

>>> Weitere Artikel zum Thema Vogelgrippe auf unserer Übersichtsseite

LA Rhein-Neckar-Kreis/rmx

Quelle: Mannheim24

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