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Eine Zeitreise durch die Automobilgeschichte

180 Oldtimer beim Concours d‘Elegance im Schlossgarten

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Schwetzingen - Im Schlossgarten gibt es an diesem Wochenende ordentlich was zu Staunen. Knapp 180 Oldtimer stehen direkt hinterm Haupteingang und warten darauf bewundert zu werden.

Wer auf den Concours d'Elegance in Schwetzingen geht, nimmt sich am besten Zeit. Viel Zeit. Immerhin muss man sich in Zeiten der Digitalen Fotografie keine Sorgen machen, ob man genug Filme dabei hat. Viel gibt es zu bestaunen, viele Details, die es verdient haben, beachtet zu werden, und viele Geschichten, die die Besitzer der Autos erzählen - die Autos haben eine bewegte Vergangenheit.

Zeitreise durch die Automobilgeschichte

Gleich das erste Auto, das man sieht, ist ein Lancia Aurelia Loraymo. Etwas eigenwillig sieht er aus – mit seinen Scheinwerfern sieht er etwas aus wie ein Hammerhai, der Kühler erinnert ein wenig an die Formel-1-Autos der sechziger Jahre. Designt und damals auch gefahren wurde der Lancia von Raymond Loewy, der unter anderem auch die Shell-Muschel und die Cola Flasche erfunden hat.

Ob das einen Vorteil bei den Juroren bringt, die die Autos nach den Punkten Exterieur, Interieur, Technik und Signifikanz bewerten? Bernd Kübler und Rüdiger Blenskens entgeht nichts. Jeder Fehler im Lack, jedes Detail, das nicht Original ist, und jedes Spaltmaß stellen die beiden Experten fest und lassen es mit in die Bewertung einfließen

Nur ein paar Schritte davon entfernt steht ein De Dietrich Tonnoeau Spider von 1896, der estmals an einer solchen Schau teilnimmt. Baron Henry de Dietrich – seiner Familie gehört das Auto bis heute – persönlich ist dabei, und freut sich über das Interesse an seinem Auto. Für ein Foto nimmt er auch gerne Platz am Steuer. Er lässt es sich aber auch nicht nehmen, bei seinen Nachbarn mit dem Fort Quadricycle, die gerade eine Runde durch den Schlossgarten gedreht haben, vorbeizuschauen und fachzuimpeln.

Bei den Sportwagen steht ein De Lorean, das Auto, das man aus „Zurück in die Zukunft“ kennt. In Echt sieht das Auto noch viel beeindruckender aus als im Film mit seinen Flügeltüren und der unlackierten, gebürsteten Edelstahl-Karosserie.

Echte Hingucker sind auch die kleinen Autos aus der Wirtschaftswunder-Zeit: Messerschmitt, BMW Isetta und das Googomobil. Und alle fahren sie – und zwar im Korso durch den Schlossgarten.

Inzwischen sind die beiden Juroren beim Plymouth Woody, der früher in Californien Surfbretter transportiert hat, wie der Besitzer gerne erzählt. Heute steht er mit zwei Holzsurfbrettern auf dem Dach im Schlossgarten und man sieht: da steckt viel Zeit und Liebe drin. Leider reicht es auch bei diesem Auto nicht für die Bestnote.

Das favorisierte Auto der Juroren Kübler und Blenskens: ein schwarzer Lancia Aurelia Coupé von 1955, dem sie nach Schulnoten direkt eine 1-2 geben würden.

chr

Quelle: Mannheim24

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