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Mit diesem Plakat am Mannheimer Landgericht stichelt Wetter-Experte Jörg Kachelmann gegen die Polizei Schwetzingen.

Frech oder lustig?

Mit Plakat: Jörg Kachelmann ‚wettert‘ gegen Polizei!

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Schwetzingen/Mannheim – In diesen zwei Städten hat er viel Zeit verbracht – Wetter-Experte Jörg Kachelmann... Auf Plakaten stichelt er gegen die Polizei, die ihn hinter Gitter brachte.

Ist das Schweizer Humor? Bitterböse Satire? Oder einfach nur rotzfrech?

Oder macht Wetter-Experte Jörg Kachelmann (57) einfach nur clever Werbung für seinen neuen Online-Wetterauftritt kachelmannwetter.com.

Das Plakat in Schwetzingen.

Fakt ist: Sein Plakat mit dem Spruch „Besser als die Schwetzinger Polizei erlaubt” hängt ausgerechnet in der Stadt, deren Polizei ihn hinter Gitter gebracht hat – groß und breit vorm Netto-Markt in der Scheffelstraße. 
Sicher in Anlehnung an das Sprichwort „Dümmer als die Polizei erlaubt“ mit dem ab 1984 auch die denkbar dämlichen Police Academy-Filme hausierten.

Auch an der Litfasssäule am Landgericht Mannheim hängt das Plakat! „Wir wissen davon. Aber ich fühle mich dadurch nicht persönlich ‚angegriffen‘“, so Gerichtssprecher Dr. Joachim Bock auf unsere Anfrage.

Tweet auf Kachelmanns Twitter-Seite.

Und Kachelmann teilt auch auf seinem Twitter-Account kräftig aus: „Wenn man wie ich Opfer eines Verbrechens ist, dann muss man sich dagegen wehren. Die Schwetzinger Polizei hat in grotesker Inkompetenz einseitig ermittelt und mit verzweifelter Dummheit versucht, eine Täterin zum Opfer und ein Opfer zum Täter zu machen...

Rückblick

Auf Anweisung der Polizei Schwetzingen war Kachelmann im März 2010 am Frankfurter Flughafen festgenommen worden – bei seiner Rückkehr von Olympia in Vancover (Kanada). 

Mit diesem Plakat am Mannheimer Landgericht stichelt Wetter-Experte Jörg Kachelmann gegen die Polizei Schwetzingen.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Laut Angaben seiner damaligen Schwetzinger Freundin Claudia D. soll Kachelmann diese vergewaltigt haben. Doch in einem aufsehenerregenden Prozess am Landgericht Mannheim wurde Kachelmann am 31. Mai 2011 freigesprochen – auch wegen angeblich schwerer Körperverletzung an seiner Ex!
Bis zu diesem Freispruch verbringt Kachelmann über vier Monate in U-Haft in der JVA in Mannheim-Herzogenried. 

Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagt Kachelmann am Mittwoch, man schalte an verschiedenen Orten Werbung: „Motive und Texte werden örtlichen Gegebenheiten angepasst.“ Eine Spitze gegen die Polizei wollte er nicht bestätigen: „Wir bewerben ein Wetterportal, nicht mehr und nicht weniger.

Laut Polizeipräsidium Mannheim prüfe das Innenministerium derzeit, ob bei dem Plakat ein Tatbestand vorliege – dies sei jedoch zunächst nicht zu erkennen.

Also bleibt Kachelmanns persönlicher ‚Rachefeldzug‘ wohl hängen – er hat ja auch bezahlt dafür...

dpa/pek

Quelle: Mannheim24

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